Der Ausbau des Alleenradwegs verzögert sich

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Der Alleen-Radweg auf Bönener Gemeindegebiet wird erst Anfang nächsten Jahres ausgebaut werden.

BÖNEN - Der Ausbau des Alleen-Radwegs Königsborn-Welver geht dank des stabilen Wetters voran. Erstmals wird in den nächsten Wochen auch schon ein kleines Teilstück auf Bönener Gebiet asphaltiert. Der Rest der ehemaligen Bahntrasse, der durch Lenningsen zur Hammer Stadtgrenze führt, wird allerdings in diesem Jahr nicht mehr in Angriff genommen, weil das Geld fehlt.

Die Arbeiten beginnen laut Auskunft des Kreises Unna erst im kommenden Jahr.

Wenn der Abschnitt von Unna-Königsborn bis Welver-Scheidingen fertig ist, können Radler durchgehend 24,4 Kilometer auf asphaltierter Strecke fahren - davon etwa 12,7 Kilometer auf der ehemaligen Bahntrasse, die in Bramey und Lenningsen auch durch Bönener Gebiet verläuft.

Seit Ende August wurden die Asphaltierungsarbeiten auf dem 4350 Meter langen Teilstück beginnend am Kreistierheim (Hammer Straße) durchgeführt. Auch die Bankette, also seitlichen Grünstreifen, sind bereits angelegt. Außerdem mussten fünf Brücken saniert werden und mehrerer Durchlässe geschaffen werden. Da das Wetter mitspielte, sind die Arbeiten im Plan, so die Auskunft aus dem Kreishaus Unna.

Bauabschnitt 5, der Bönener Gebiet berührt und bis zum Hof Uhlenbrock an der Heidestraße verläuft, soll, wenn alles gut läuft, in sechs bis acht Wochen abgeschlossen und für Radler und Fußgänger nutzbar sein.

Das letzte Teilstück - der Ausbau des Radweges in Lenningsen und weiter bis zur Stadtgrenze Hamm an der Kreuzung Sinner Straße - beginnt erst im kommenden Jahr. Dann soll es jedoch direkt in den ersten Januartagen losgehen, wenn es die Witterung zulässt. Wie Sebastian Schriever vom Kreis Unna erläutert, stehen die finanziellen Mittel für den letzten Bauabschnitt erst 2015 zur Verfügung.

Zum anderen habe es einige Zeit in Anspruch genommen, das Gebiet nach Kampfmitteln abzusuchen. Gerade im Bereich des Lenningser Bahnhofs hätten die Experten auf der Suche nach Bomben besonders intensiv alte Karten auswerten müssen, um unliebsame Entdeckungen aus dem zweiten Weltkrieg bei den Bauarbeiten zu vermeiden.

Die Asphaltierung des Alleenradweges hatte im Frühjahr 2011 heftige Diskussionen ausgelöst. Während der Kreis aufgrund deutlich geringerer Unterhaltungskosten eine Asphaltdecke befürwortete, traf diese Lösung vor Ort teilweise aber auf Widerspruch. Schon 2011 erwarb der Kreis die Grundstücke von der Deutschen Bahn. Im Dezember 2013 fiel die Entscheidung im Kreistag mit deutlicher Mehrheit für eine durchgängige Asphaltierung. Die aus Verkehrssicherheitsgründen ohnehin dringend notwendige Sanierung von Brücken und Rampen längs der Strecke wurde mit dem Ausbau des Radweges kombiniert.

Die gesamte Maßnahme inklusive Brücken- und Rampensanierung kostet rund 2,7 Millionen Euro und wird zu 75 Prozent aus dem Alleenradwegeprogramm des Landes finanziert. - kir

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