Architekturbüro aus Krefeld gewinnt Wettbewerb und gestaltet Platz zwischen Bürgerhaus und Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule

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    • 04.07.13
    • Nordkirchen
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Architekturbüro aus Krefeld gestaltet Platz am Bürgerhaus

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NORDKIRCHEN -  Ein Architekturbüro aus Krefeld hat den Wettbewerb zur Gestaltung des Platzes vor dem Nordkirchener Bürgerhaus gewonnen. Die Diplom-Ingenieure Klaus Mersmann, seine Frau Beatrix Mersmann und Jing Wu nahmen am Donnerstag das Preisgeld von 4 500 Euro aus den Händen von Bürgermeister Dietmar Bergmann entgegen.

Den Plan zur Gestaltung des Ortskerns stellten (v.li.) Reinhard Drees, Bürgermeister Dietmar Bergmann, Christian Jürgensmann, die Architekten Klaus Mersmann, Beatrix Mersmann, Clemens Quante (auch Preisrichter) und Architektin Jing Wu vor.

© Schwarze

Den Plan zur Gestaltung des Ortskerns stellten (v.li.) Reinhard Drees, Bürgermeister Dietmar Bergmann, Christian Jürgensmann, die Architekten Klaus Mersmann, Beatrix Mersmann, Clemens Quante (auch Preisrichter) und Architektin Jing Wu vor.

Die Neugestaltung des Platzes zwischen Bürgerhaus und Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule ist Teil der aktuellen Ortskernsanierung. „Der Platz soll als Endpunkt einer Achse ein Gegengewicht zum Schloss darstellen“, erläuterte Bergmann noch einmal eine der Vorgaben des Wettbewerbs. Außerdem sollte die historische Fassade des Bürgerhauses freigestellt und die Verkehrssituation entzerrt werden. Derzeit liegt das Haus versteckt hinter Hecken und Bäumen, die Parkbuchten abgrenzen. Außerdem befindet sich davor eine Bushaltestelle, an der zu Stoßzeiten bis zu vier Busse die Schüler aus- und einladen.

Unter 15 Teilnehmern setzte sich am Ende dasjenige Konzept durch, das diese Verkehrssituation entzerrte. „Der erstplatzierte Entwurf befreit das Bürgerhaus aus der Umklammerung parkender und fahrender Autos“, sagte Christian Jürgensmann. Der Landschaftsarchitekt aus Duisburg führte den Vorsitz beim Preisgericht und stellte die ersten fünf Entwürfe bei der Preisverleihung vor.

Der Gewinner Klaus Mersmann und sein Team hatten dem Schulhof für neue Parkflächen etwas Platz abgeknapst. Die Schule bekam eine Ausgleichsfläche, und vor dem Bürgerhaus wurde eine freie Fläche geschaffen. Das Team plante eine Gruppe von Plantanenbäumen mit Bänken ein, als schattigen Aufenthaltsbereich für Schüler und Besucher des Bürgerhauses. Das Ende der Sichtachse vom Schloss markiert ein steinernes Podest an der Nordseite des Platzes. Darauf bilden Edelstahlsäulen eine wie Wasser anmutende Skulptur. Eine Eibenhecke dahinter betont das Ende der Achse zusätzlich. „Wir wollten einen Platz, auf dem das menschliche Maß Raum findet“, erklärte Klaus Mersmann. Man fühle sich auf einer Freifläche erst wohl, wenn sie die richtigen Proportionen habe.

Mit natürlichen Elementen löste Mersmanns Team auch die Aufgabe des Wettbewerbs, eine stärkere Verbindung von Schlossachsen und Ortsmitte zu schaffen. Und zwar durch eine Fortsetzung der Lindenallee, die hinter dem Bürgerhaus Richtung Ortskern abbiegt. Diese natürliche Linienführung soll Besucher des Schlossparks sozusagen über die Nordachse entlang des Bürgerhauses zum Kern des Dorfes führen. „Es entsteht eine Art grüner Rundlauf“, so Jürgensmann.

Er stellte auch die vier nachfolgenden Entwürfe vor. „Wenn ich dabei etwas zu kritisieren habe, dann tue ich das auf hohem Niveau“, stellte er klar. Die fünf besten Konzepte lägen in ihrer Qualität sehr dicht beieinander. Der 2. Preis, dotiert mit 3 500 Euro, ging an das Architekturbüro Lützow 7 aus Berlin. Für ihren 3. Platz nahm die Landschaftsarchitektin Birgit Hammerich aus Neustadt am Rübenberge 2 000 Euro entgegen. Jeweils 1 000 Euro als Anerkennung erhielten die Landschaftsarchitekten Wolf und Junge aus Bochum sowie Müller und Tegtmeier aus Dortmund.

Insgesamt hatten sich 74 Büros auf die Ausschreibung beworben, darunter auch drei ausländische aus Österreich, Belgien und Italien. Fünf Teilnehmer wurden aufgrund ihrer Bewerbung zugelassen, weitere zehn wurden ausgelost. „Die eingesandten Beiträge wurden streng anonymisiert“, versicherte Stadtplaner Reinhard Drees, dessen Bielefelder Büro den Wettbewerb begleitet hatte.

Auf diese Weise hätten kleine Architekturbüros die gleichen Chancen gehabt wie die bereits etablierten. Immerhin gehöre der 2. Preisträger, das Büro Lützow 7, zu den Top Ten unter den deutschen Architekten. „Aber zum Schluss hat ein Kleiner den Großen gezeigt, wie es geht.“

Bürgermeister Dietmar Bergmann kündigte an, das die Verantwortlichen der Gemeinde Nordkirchen nun die Pläne mit Klaus Mersmann und seinem Team weiter entwickeln wollen. Im Herbst sollen die Entwürfe dann den politischen Gremien vorgestellt werden. Der Kostenrahmen, den die Gemeinde für die Platzgestaltung vorgegeben hatte, lag bei 220 000 Euro. - asz

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    • 05.10.14
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