Dinopark Bergkamen: Wir zeigen ersten Planentwurf

RÜNTHE ▪ Im Romberger Wald in Bergkamen-Rünthe soll ein Dinosaurier-Park entstehen. Unsere Zeitung veröffentlicht exklusiv einen ersten Planentwurf. So könnte es künftig aussehen:

„Anspruch“ ist das Schlüsselwort, wenn es um den Dinopark geht: „Das wird keine Kirmesanlage“, betont Peter Montero Küpper, Geschäftsführer der Dinosaurier-Park NRW GmbH, noch einmal auf Anfrage. Das, was er im Romberger Wald verwirklichen möchte, soll weit mehr als eine Ausstellung von Plastik-Dinos sein. „Es geht um die Geschichte und Entwicklung des Lebens auf unserer Erde“, sagt er.

Unter dem Aspekt „Schau in die Vergangenheit, um für die Zukunft zu lernen“ soll es in dem Park viel Wissenswertes zu entdecken geben. Wie entstand die Erde und wie entstanden darauf Meere und Kontinente? Vom Wasser auf das Land – Wie eroberten Pflanzen und Tiere neues Terrain? Warum starben die Dinosaurier? Von den Bäumen auf den Boden: Wie entstand der Mensch? Um diese und andere Frage soll es in dem Dinopark gehen.

Der komplette Planentwurf zum Herunterladen

Um eine ungefähre Vorstellung zu bekommen, blickten bisher alle interessiert auf den Park eines anderen Betreibers im niedersächsischen Münchehagen (zu finden unter http://www.dinopark.de). Um Dinosaurier, Fossilien und die Menschheitsgeschichte geht es auch dort. Küpper möchte den Bogen in Bergkamen aber noch etwas weiter spannen: „Ergänzend möchten wir noch die Themen Klima und Umwelt aufnehmen“, erklärt er. Vergangenheit und Gegenwart sollen miteinander in Verbindung gebracht werden. Vor allem die klimatischen Veränderungen hält Küpper für einen sehr interessanten Aspekt, der sich gut in das Konzept des Parkes integrieren lasse.

Die Einbindung von Naturwissenschaftlern und Paläontologen sei dabei eine Voraussetzung für die Entwicklung des Konzeptes gewesen. „Der museumspädagogische Dienst wird mit praktischen Mit-Mach-Aktivitäten für Kinder und Erwachsene den Besuch dieser Anlage zu einem spannenden, aber auch lehrreichen Erlebnis machen, das nicht nur die Touristen, sondern auch die einheimische Bevölkerung begeistert“, glaubt Küpper.

Die Dinos bildeten dabei den Kern der Geschichte: Auf einem etwa zwei Kilometer langen Rundweg soll die Entstehung der ersten Lebewesen im Wasser und die Evolution der Wirbeltiere im Wasser und auf dem Land mittels lebensgroßer, wissenschaftlicher Modelle gezeigt werden. Den Dinosauriern werde dabei besonders viel Raum gewidmet, da sie die erfolgreichste Wirbeltiergruppe gewesen seien, die je auf der Erde lebte. Aber auch riesige Säugetiere aus Quartär und Tertiär und die Tiere der Eiszeit bis hin zur Entwicklung der Menschen der Jetztzeit sollen im Evolutionspark ein spannendes Kapitel der Erdgeschichte zeigen.

„Als außerschulischer Lernort wird diese Anlage bei Kindergärten, Schulen, Universitäten, Vereinsgruppen, aber auch bei Familien und Einzelbesuchern einen hohen Stellenwert einnehmen“, schreibt Peter Montero Küpper in seinem Konzept. Genaueres verrät er am Dienstag, 29. März, im Stadtentwicklungsausschuss. Um sich vorab ein Bild von den ersten Planungen machen zu können, veröffentlichen wir einen vom WA bearbeiteten ersten Planentwurf des Parks. ▪ sb

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