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Auf dem Radweg zwischen Rünthe und Overberge fehlen zwei Bänke

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Brauer
Eine Rast ist an dieser Stelle des Radweges nicht möglich: Die beiden Bänke, die sonst dort zu finden waren, sind verschwunden. Der Missstand soll schnellstmöglich behoben werden, kündigte die Stadt Bergkamen an. ▪

RÜNTHE ▪ Rastsuchende haben derzeit auf dem Radweg zwischen Rünthe und Overberge schlechte Karten. Dort, wo die ehemalige Schlägelstraße den Radweg auf der Zechentrasse kreuzt, sind zwei Bänke verschwunden.

Über den Verlust der Sitzgelegenheiten waren bis Dienstag weder der RVR, der den Radweg gebaut und ausgestattet hatte, noch der zuständige Amtsleiter bei der Stadt Bergkamen, Berthold Boden, informiert. Es werde Strafanzeige erstattet, teilte Boden auf Anfrage mit. Außerdem solle der Schaden schnellstmöglich behoben werden.

Bei dem Ausbau der ehemaligen Bahnstrecke in einen Radweg hatte der RVR im Bereich zwischen Schlägelstraße und Rünther Straße zwei markante Ruhezonen geschaffen. Witterungsresistente Stahlbänke, Fahrradständer und mit Steinen gefüllte Gabionen laden zum Verweilen ein.

Weder beim RVR noch bei der Stadt Bergkamen war der Verlust der beiden Bänke bislang gemeldet worden. Mit Hinweis auf den mit der Stadt Bergkamen geschlossenen Besitzüberlassungsvertrag, wies Projektleiter Uwe Ramthun vom RVR in diesem Fall auf die Zuständigkeit der Stadt Bergkamen hin. Damit obliege der Stadtverwaltung auch die Unterhaltung der Strecke. Amtsleiter Boden kündigte eine unverzügliche Klärung des Verlustes an. Darüber hinaus werde mit Blick auf die bevorstehende Fahrradsaison schnellstmöglich für Ersatz gesorgt.

Für die Radfahrer, die regelmäßig auf dem Radweg zwischen Rünthe und Overberge unterwegs sind, hatte Uwe Ramthum keine gute Nachricht. Das Verbindungsstück, das zwischen der Königstraße und Industriestraße erstellt wird, werde voraussichtlich erst zum Ende des Jahres fertig. Bislang sei die Trasse zwar gerodet, aber für die weiteren Anschlussarbeiten seien noch keine Ausschreibungen erfolgt, so Ramthun.

Der Bau der 350 Meter langen Wegstrecke hatte sich auch dadurch in die Länge gezogen, dass ein Bodengutachten eingeholt werden musste. „Es handelte sich dabei um eine Forderung des Umweltamtes“, erläuterte der Projektleiter des RVR. Durch die Bodenbewegungen, die durch den Aushub der Wurzeln notwendig waren, habe auch belasteter Boden anfallen können. „Wir wollten da kein Risiko eingehen“, sagte Ramthun. Das Gutachten gab schließlich „grünes Licht“ für den Bau des Radweg-Abschnittes. Mit den Arbeiten werde allerdings erst begonnen, wenn die Verlängerung der Trasse von Werne in Richtung Stockum abgeschlossen sei. Diese Wegstrecke soll voraussichtlich im Juli freigegeben werden. ▪ luk

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