Ab Juni freie Fahrt für Radler

An der Industriestraße beginnt das letzte Teilstück des Radweges, das jetzt vollendet wird.
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An der Industriestraße beginnt das letzte Teilstück des Radweges, das jetzt vollendet wird.

BERGKAMEN -  Gute Nachricht für alle Radfahrer, die häufiger zwischen Rünthe und Kamen unterwegs sind: Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat mit dem Bau des Verbindungsstückes zwischen Königstraße und Industriestraße begonnen.

„Die Trasse wird vermutlich Mitte Juni fertig“, sagte am Dienstag Pressesprecherin Barbara Klask.

An der Einfahrt im Bereich der Industriestraße kurz vor dem Gartenbauunternehmen Röttger sind die ersten Meter planiert worden. Der Lückenschluss ist seit langem geplant, hatte sich in den vergangen Jahren immer wieder verzögert. Der Hauptgrund dürften Probleme beim Grundstückserwerb gewesen sein. Da ein Eigentümer keinen Grund und Boden für das Projekt abtreten wollte, musste der Verlauf des Radweges umgeplant werden (der WA berichtete).

Zudem hat sich die Realisierung der Wegstrecke auch deshalb in die Länge gezogen, weil ein Bodengutachten eingeholt werden musste. Damit wurde eine Forderung der Unteren Landschaftsbehörde umgesetzt. Der Grund: Durch die Bodenbewegungen, die durch den Aushub der Wurzeln notwendig waren, hätte belasteter Boden ans Tageslicht befördert werden können. Um das Risiko zu vermeiden, wurde das Gutachten schließlich erstellt.

Die Trasse war bereits im vergangenen Jahr gerodet worden, anschließend erfolgten für die Anschlussarbeiten die Ausschreibungen.

Eine weitere wichtige Voraussetzung war im vergangenen Sommer im benachbarten Werne getroffen worden. Dort wurde die Verlängerung der alten Zechenbahntrasse in Betrieb genommen.

Ab Sommer steht allen Radlern damit die durchgehende West-Ost- (oder Ost-West)-Verbindung zur Verfügung. Das Teilstück bindet den Radweg von Kamen an die ehemalige Bahntrasse an. Und auch der Verwirklichung des Traumes eines Radschnellweges von Duisburg nach Hamm, der durch Rünthe führt, ist man einen Schritt näher gekommen. Genau genommen sind es 400 Meterschritte, so lang ist das Teilstück. Da dort nichts asphaltiert wird, halten sich die Kosten mit 75 000 Euro in Grenzen. Dabei handelt es sich um die reinen Baukosten. Planung und vor allem Grunderwerb mit eingerechnet, liegt die Summe natürlich höher. - hal

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