Der Polizei zufolge sollen bei den auch mit Schlagstöcken geführten Auseindersetzungen in einer Bergarbeitersiedlung fünf Anhänger des Ultra-Fanclubs Rot Weiss Ahlen auf den Jugendlichen losgegangen sein - wie es dazu kam, konnte bislang nicht ermitteilt werden. Zwei 17 und 18 Jahre alte Jugendliche seien ihrem türkischen Bekannten zu Hilfe geeilt, sagte ein Polizeisprecher der Kreispolizei in Warendorf. Sie wurden leicht verletzt. In die folgende Rangelei mischten sich dann weitere etwa zwanzig Ultras aus dem nahe gelegenen Vereinsheim ein. Die Jugendlichen flohen. Die Hintergründe sind noch unklar.
Nach der Schlägerei zogen sich die Ultras in ihr Vereinsheim zurück. Die Polizei rückte mit rund 50 Beamten an und umstellte das Gebäude. Erst "nach deutlicher Aufforderung" hätten die Ultras das Gebäude verlassen. 45 Menschen wurden anschließend zur Feststellung ihrer Personalien zur Polizeiwache gebracht - darunter die drei Männer aus Hamm. Das allein dauerte bis 3.30 Uhr am frühen Morgen. Die Ahlener hatten zu dieser Zeit Besuch von etwa befreundeten Ultras aus Heidenheim.
Im Gebäude fanden die Beamten Gegenstände, die zu Schlagwerkzeugen umfunktioniert worden waren. Die Polizei teilte mit, man habe konkrete Hinweise, wer für die Schlägerei verantwortlich sei. Die Ahlener Ultras sind der Polizei längst gut bekannt; in der Vergangenheit haben sie vielfach für unliebsame Schlagzeilen gesorgt. - WA








