Kabellos statt Klinke: Die Kopfhörer-Trends der IFA

Der Sport Wireless Heart Rate von Under Armour und JBL spielt Musik und misst den Herzschlag. Er kostet 200 Euro und ist ab November erhältlich Foto: Andrea Warnecke
1 von 10
Der Sport Wireless Heart Rate von Under Armour und JBL spielt Musik und misst den Herzschlag. Er kostet 200 Euro und ist ab November erhältlich Foto: Andrea Warnecke
Der Byron BT von beyerdynamic hat Magneten im Metallgehäuse - sie halten die Ohr-Stecker bei Bedarf zusammen. Foto: Andrea Warnecke
2 von 10
Der Byron BT von beyerdynamic hat Magneten im Metallgehäuse - sie halten die Ohr-Stecker bei Bedarf zusammen. Foto: Andrea Warnecke
In diese Ladeschale kommt die Fernbedienung des Byron BTA von beyerdynamic: Per USB wird sie mit dem Rechner verbunden und lädt so die Bluetooth-In-Ears auf. Foto: Andrea Warnecke
3 von 10
In diese Ladeschale kommt die Fernbedienung des Byron BTA von beyerdynamic: Per USB wird sie mit dem Rechner verbunden und lädt so die Bluetooth-In-Ears auf. Foto: Andrea Warnecke
Der Bluetooth-In-Ear Beoplay H5 von B&O kommt mit sieben auswechselbaren Ohrpassstücken und kostet 250 Euro. Foto: Andrea Warnecke
4 von 10
Der Bluetooth-In-Ear Beoplay H5 von B&O kommt mit sieben auswechselbaren Ohrpassstücken und kostet 250 Euro. Foto: Andrea Warnecke
Mit dem Libratone Q Adapt In Ear entscheiden Hörer, wie viel Geräusche sie von außen hören: Sie haben ein vierstufiges Active-Noise-Cancelling an Bord. Foto: Florian Schuh
5 von 10
Mit dem Libratone Q Adapt In Ear entscheiden Hörer, wie viel Geräusche sie von außen hören: Sie haben ein vierstufiges Active-Noise-Cancelling an Bord. Foto: Florian Schuh
Dauerläufer: Der kabellose HA-S30BT von JVC soll bis zu 17 Stunden lang Musik spielen können. Foto: Andrea Warnecke
6 von 10
Dauerläufer: Der kabellose HA-S30BT von JVC soll bis zu 17 Stunden lang Musik spielen können. Foto: Andrea Warnecke
Kabel ade: Der HA-S30BT von JVC läuft schnurlos und ist ab Ende Oktober für 60 Euro zu haben. Foto: Andrea Warnecke
7 von 10
Kabel ade: Der HA-S30BT von JVC läuft schnurlos und ist ab Ende Oktober für 60 Euro zu haben. Foto: Andrea Warnecke
Leichtgewicht: Der In-Ear Byron BTA von beyerdynamic wiegt nur 12 Gramm. Foto: beyerdynamic
8 von 10
Leichtgewicht: Der In-Ear Byron BTA von beyerdynamic wiegt nur 12 Gramm. Foto: beyerdynamic
Sieht aus wie ein riesiges Ohropax, ist aber der Sport Elite von Jabra: Der Bluetooth In-Ear hat kein Verbindungskabel zwischen den Ohrsteckern. Foto: Andrea Warnecke
9 von 10
Sieht aus wie ein riesiges Ohropax, ist aber der Sport Elite von Jabra: Der Bluetooth In-Ear hat kein Verbindungskabel zwischen den Ohrsteckern. Foto: Andrea Warnecke

Kabellose Kopfhörer sind im Trend. Sie hatten bisher aber oft noch zwei Probleme: Der Klang ließ manchmal zu wünschen übrig, und mitten im Lieblingssong machte der Akku schlapp. Das soll bei neuen Modellen anders sein, versprechen die Hersteller auf der IFA.

Berlin (dpa/tmn) - Akkus mit größerer Ausdauer, besserer Klang und mehr Funktionalität: Kabellose Kopfhörer sind dabei, Modellen mit Kabel den Rang abzulaufen. Das zeigt sich auf der Elektronikmesse IFA (2. bis 7. September).

"Die Übertragungsqualität wird besser, und die Akku-Laufzeiten werden länger", nennt Timm Lutter vom IT-Verband Bitkom zwei wichtige Entwicklungen bei Bluetooth-Kopfhörern.

Hersteller JVC zeigt auf der IFA mit dem HA-S30BT, dem HA-S40BT und dem HA-S50BT drei neue kabellose Over-Ear-Kopfhörer. Punkten wollen sie vor allem mit bis zu 17 Stunden Akkulaufzeit. Sie sind ab Ende Oktober für 60 Euro (HA-S30BT) und 80 Euro (HA-S50BT) erhältlich.

Bluetooth-Kopfhörer sind aufgrund sinkender Herstellungskosten zunehmend auch im Segment unter 100 Euro verbreitet, erklärt Jessica Garvey von Harman, der Mutterfirma der Marken AKG und JBL. In zwei Jahren werden Harmans Audio-Marken 75 Prozent ihrer Kopfhörer kabellos anbieten, sagte Garvey auf der Messe.

Auch Pioneer erweitert sein kabelloses Segment. Das Over-Ear-Modell SE-MS7BT unterstützt Qualcomms aptX-Codec und den für Apple-Nutzer relevanten AAC-Codec. Die Codecs sollen den Klang verbessern. Der Akku soll bis zu 12 Stunden lang halten, danach lässt sich über ein Micro-USB-Kabel Musik hören - auch in High-Resolution-Audio. Der SE-MS7BT kostet 130 Euro und ist ab November auf dem Markt.

Kabellose In-Ear-Kopfhörer sind ein Trend bei der IFA: Der Heilbronner Hersteller beyerdynamic etwa zeigt mit dem Byron BT und dem Byron BTA zwei neue Bluetooth-In-Ears. Die gut zehn Gramm leichten Kopfhörer sollen 7,5 Stunden laufen. Der BTA kostet rund 200 Euro, der BT 100 Euro, beide kommen im September in den Handel.

Eine interessante Lösung zum Laden hat B&O Play für sein erstes kabelloses In-Ear-Modell, den Beoplay H5. Nutzer legen die Kopfhörer in einen kleinen Ladewürfel. Dort werden sie mit Magneten fixiert, um nicht herauszufallen. Kostenpunkt: 250 Euro.

Ganz ohne Kabel, nicht einmal zum Verbinden der In-Ears, kommt das Modell Elite Sport des dänischen Herstellers Jabra aus. Die jeweils 6,5 Gramm leichten Kopfhörer sitzen einzeln im Ohr. Mit den Kopfhörern kann man nicht nur Musik hören oder telefonieren. Sie messen mit einem Infrarot-Sensor die Herzfrequenz. Den Elite Sport gibt es für 250 Euro ab Mitte November im Handel.

Pulsmessung und Musik: Das bietet auch ein In-Ear-Modell, das JBL mit dem Sportartikelhersteller Under Armour entwickelt hat. Der UA Sport Wireless Heart Rate ermöglicht Herzfrequenztraining mit Feedback via Audio über die Kopfhörer. Der Kopfhörer soll ab November für rund 200 Euro im Handel sein. Ein Modell ohne Pulsmesser kostet 150 Euro.

Bei Kabel-Modellen setzen längst nicht mehr alle auf den Klinke-Anschluss. Einige bevorzugen USB-C oder Lightning für Apple-Geräte. Dabei wird die Musik digital übertragen und erst im Kopfhörer in analoge Signale umgewandelt. Das soll Nutzern besseren Klang und mehr Funktionen bescheren. Hersteller Libratone etwa zeigt auf der Messe ein In-Ear-Modell mit Lightning-Kabel. Der Q Adapt In-Ear schaltet Nebengeräusche mit Active-Noise-Cancelling ab und kostet 179 Euro. Er soll im Oktober auf den Markt kommen.

Und es gibt Gerüchte, dass das neue iPhone gar keinen Klinke-Anschluss mehr besitzen wird. Das wäre aber nicht das Ende der Klinke, schätzt Sven Hansen von der Fachzeitschrift "c't". Denn neue Kabellösungen werden Klinken wohl nicht ablösen. "Eher werden Anschlüsse für Kopfhörer generell verschwinden", sagt Hansen. Dann gebe es nur noch Funk.

Kommentare