Fahr mal mit Gemütlichkeit

Der Panda ist kein Panther

+
Bergfex: Ob in den Alpen am Gardasee oder in den Weinbergen der Toskana – der Panda schafft (fast) jede Steigung.

Der Fiat Panda gehört zu den bekannten und bewährten Gesichtern auf unseren Straßen. Seit drei Jahrzehnten dreht der kleine Italiener auch nördlich der Alpen zuverlässig seine Runden.

Auf Feldwegen daheim: Unser Autor Hans Moritz auf Landpartie mit dem Panda 4x4.

Das eine oder andere Facelifting hat der Panda mitgemacht. Auf eine komplette Überarbeitung wie beim 500er haben die Turiner verzichtet. Der Panda fährt seine Historie mit sich herum, wirkt aber runder, eleganter und sportlicher. Jetzt wurde die Palette vergrößert: um ein mit Erdgas betriebenes Modell, den Panda Trekking sowie zwei Allrad-Varianten. Den 4 x 4-Diesel mit 75 PS, der ab 16 390 Euro zu haben ist, haben wir getestet. Raus aus der Stadt – Land gewinnen. Bereits in dieser Disziplin werden die Vor- und Nachteile des Allrad-Zwergs deutlich, den Fiat als „kleinsten Offroader der Welt“ bewirbt. Einerseits ist der Panda aufgrund seiner Maße ein Stadtflitzer, mit dem man auch ohne Park-Assistent jede Lücke trifft. Die Start-Stopp-Automatik arbeitet zuverlässig und binnen Sekundenbruchteilen. Andererseits schwindet der Komfort mit zunehmender Geschwindigkeit. Bei unserem Test wurde der Panda im vierten Gang mitunter recht laut. Auf der Autobahn sollte man die Überholspur lieber links liegen lassen. 75 PS erlauben keine Sprints und ruhiges Dahingleiten – 14,5 Sekunden braucht der Panda von 0 auf 100. Stolze 159 km/h gibt der Hersteller als Höchstgeschwindigkeit an. Man muss das nicht unbedingt ausprobieren.

Funktionalität statt Schnickschnack: der Panda innen.

Keine Frage, auf Feldwegen fühlt sich der Panda wohl, bis zu 70 Prozent Steigung soll das Mini-SUV schaffen. Es stellt sich freilich die Frage der Zielgruppe: Ein Mountainbike oder eine Skiausrüstung bekommt man dank erfreulich variabler Umlegemöglichkeiten der Sitze noch unter. Für einen Förster oder Waldarbeiter ist der Panda allerdings zu klein. Und als Familienauto taugt er allenfalls für Eltern, die sich gerade erst entschlossen haben, nicht zu zweit bleiben zu wollen.

Fiat Panda 4 x 4 Diesel

Leistung: 75 PS
Spitze: 159 km/h
Beschleunigung: 0 - 100 km/h: 14,5 sec.
Verbrauch: 4,7 Liter kombiniert
Tank: 35 Liter
Länge: 3,60 Meter
Breite: 1,88 Meter
Höhe: 1,60 Meter
Leergewicht: 1190 Kilogramm
Kofferraum: 225 - 870 Liter
Preis: ab 16.390 Euro

Am Bedarf vorbeigeplant ist der Fiat Panda deswegen noch lange nicht. Zum einen ragt er auf höheren Beinen aus der Masse der Kleinstwagen heraus. Zum anderen macht ihn sein Design mit der scheinbar lächelnden Frontpartie zum Hingucker. Weil der Offroader XXS eben nicht auf dem Asphalt klebt, kann man rückenschonend ein- und aussteigen – ein wichtiges Argument gerade für die ältere Generation. Wohltuend hebt sich der Panda auch wegen seines spartanisch ausgestatteten Cockpits ab: Funktionalität statt Schnickschnack lautet die Devise. Wir haben den Panda 4 x 4 im heißen Sommer getestet. Die schnell kühlende Klimaanlage verdient ein Sonderlob.

Hans Moritz

Mehr zum Thema:

Fiat Panda wächst zum Monster Truck

Beachboy: Dieser Fiat geht baden

Mamma mia, Minivan! Der neue Fiat 500L

Dieses Auto besteht aus nackten Frauen

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare