Sunnyboy Langen verspricht gute Partymusik

Sunnyboy Norman Langen tritt am 1. Februar beim Werdohler Schneegestöber auf.

WERDOHL - Norman Langen ist ein Sunnyboy. Ein Strahlemann auf der Bühne, aber auch ein sehr geerdeter, sehr sympathischer Musiker.  Dass ihm die Herzen zufliegen, gefällt ihm natürlich, kann aber auch sehr problematisch sein. Am 1. Februar wird er beim Werdohler Schneegestöber auftreten. Im Interview spricht er über Schlager, aber auch über Stalking und den Wendler im Dschungel.

Von Susanne Fischer-Bolz

Norman, Sie sind am 1. Februar Stargast beim "Werdohler Schneegestöber" . Auf was dürfen sich die Gäste denn freuen? 

Norman Langen: Natürlich wieder auf gute Partymusik, viel Spaß und ein gutes Programm.

Wenn ich mir Ihren Tourplan anschaue, dann sind Sie nicht nur gut gebucht, sondern haben auch manchmal zwei, drei Auftritte am Abend. Am 15. Februar sind Sie erst in Köln, dann in Bonn und Essen. Ist das nicht sehr stressig?

Norman Langen: Ja natürlich ist das schon stressig, aber ich habe gute Leute um mich herum. Mein Vater fährt auch die ganzen Strecken. Ich kann mich dann schön zurücklehnen und mich entspannen, bevor es dann wieder auf die Bühne geht. Wir gehen auch jeden Tag für zwei Stunden ins Fitnessstudio -- und dann kann man die drei, manchmal auch vier Auftritte am Tag locker wegstecken.

Schlager macht glücklich, lese ich auf Ihrer Homepage. Warum?

Norman Langen: Schlager macht glücklich, ja. Es ist unsere Kultur, die Melodien machen gute Laune. Natürlich kann man auch ernste Themen damit bedienen, aber selbst die kommen noch anders rüber als bei der englischsprachigen Musik. Bei der englischsprachigen Musik muss man erst einmal übersetzen, was der Künstler auf der Bühne singt. Beim deutschen Schlager versteht man sofort, worum es geht.

Wenn der Schlager glücklich macht, sind Popmusik oder Rock für Sie eher die Unglücklichmacher?

Norman Langen: Nein, das will ich nicht sagen. Aber Schlager macht mich glücklich, das ist mein Ding. Und wenn man sich mal so an die Diskotheken erinnert, dann ist es oftmals so, dass Jugendliche, die nichts mit Schlager zu tun haben, um 0 Uhr, wenn die Schlagerrunde kommt, zusammenstehen und mitgrölen und mitsingen. Bei Rockmusik ist das nicht so.

Viele DSDS-Kollegen vergessen, dass sie hart arbeiten müssen

2011 waren Sie noch Altenpfleger für Demenz-Kranke, dann kam DSDS. Sie haben bei der Castingshow zwar nicht gewonnen, aber sind heute bekannter als Piedro Lombardi, der damalige Sieger. Warum?

Norman Langen: Ich habe sehr viel Glück gehabt, dass ich der erste männliche Part gewesen bin, der bei DSDS Schlager präsentiert hat. Und ich kann mir vorstellen, dass die Erstplatzierten immer und überall durchgedrückt wurden. Die haben sämtliche Preise gewonnen, haben sämtliche Auftritte absolviert, die haben alles das in einem Jahr, was man sich als normaler Künstler erst erarbeiten muss. Dann sagen vielleicht viele Veranstalter, dass die Gewinner irgendwann durchgelutscht sind. Und ich denke, dass viele meiner DSDS-Kollegen auch oftmals vergessen, dass sie hart arbeiten müssen. Und oftmals ist es so, dass die Leute glauben, sie sind die Megastars - nur weil sie ein paar Wochen im Fernsehen waren. Ich bin bei DSDS rausgeflogen und hab mit meiner Familie richtig Gas gegeben.

Haben Sie noch Kontakt zu den Mitstreitern von DSDS?

Norman Langen: Ich habe zu zwei Leuten noch Kontakt, zu dem Rest nicht mehr. Ich habe zum Beispiel mit Sebastian Wurth noch Kontakt, weil sich sein Management nur einen Ort von meinem Wohnort befindet.

Ihr zweites Album "100% Norman" wurde fast genau vor einem Jahr veröffentlicht. War es so erfolgreich, wie Sie es sich gewünscht hatten?

Norman Langen: Es ist super gelaufen, ich habe mich sehr gefreut. Aber es war mir schon klar, dass das zweite Album nicht so einschlagen würde wie das erste. Beim ersten gab es natürlich noch den DSDS-Hype. Da habe ich mir auch nichts vorgemacht. Da bin ich geerdet genug, um zu verstehen, wie so etwas läuft. Aber das zweite Album ist dennoch ganz gut angekommen. Es kann für einen Künstler natürlich nicht gut genug laufen. Ich bin jetzt am dritten Album.

Und wann erscheint das? 

Norman Langen: Das soll Ende Mai erscheinen und ich werde auch mit einigen Sachen überraschen. Ich werde zum Beispiel Balladen dabei haben.

Schattenseiten eines Künstlerlebens

Privat sind Sie mit der Aufnahmeleiterin von DSDS zusammen - was sagt denn Ihre Liebste zu den vielen weiblichen Fans und der entsprechenden Fanpost?

Norman Langen: Tja. Die Post macht mich natürlich glücklich. Da denkt man: Ach wie süß. Für mich ist es unvorstellbar, wie sich gewisse Damen in mich verlieben können. Die kennen mich ja gar nicht. Das ist mir ein Rätsel. Aber mittlerweile wissen alle, dass ich eine Partnerin habe. Es gibt ein oder zwei spezielle Fälle, die es nicht verstehen wollen, und die tatsächlich glauben, dass ich mit ihnen zusammen bin.

Geht das in Richtung Stalking? 

Norman Langen: Ja. Im Moment haben wir zwei akute Fälle, wo auch meine Eltern angerufen werden, und die Personen vor der Tür standen, um mich abzufangen. Das ist so eine Sache, die wir momentan beobachten und dann auch wahrscheinlich rechtliche Schritte einleiten müssen, wenn es denn so weiter geht.

Das sind die Schattenseiten eines Künstlerlebens... 

Norman Langen: Ja, aber ich habe es mir ausgesucht, in der Öffentlichkeit Musik zu machen, und dann muss man da halt durch.

Ihre Freundin ist nicht eifersüchtig? 

Norman Langen: Nein, sie weiß, was sie an mir hat, und ich weiß, was ich an ihr habe. Wir bauen dieses Jahr zusammen. Sie muss sich keine Sorgen machen.

Das Dschungelcamp ist gestartet. Und der Wendler war kurz auch dabei. Verstehen Sie, warum sich Ihr großes Vorbild auf so ein Abenteuer eingelassen hat?

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Norman Langen: Michael und ich habe das gleiche Management und ich wurde auch schon das dritte Mal für den Dschungel angefragt. Ich werde da nicht reingehen. Ich müsste schon sehr verschuldet sein, um mitzumachen. Michael Wendler ist halt sehr extrovertiert. Ich könnte mir gut vorstellen, dass er zeigen will, dass er anders ist als viele glauben. Wenn er sich nicht ganz dumm anstellt, dann könnte er ein paar Herzen zurückgewinnen, die er im vergangenen Jahr doch ganz klar verloren hat. 

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