WERNE ▪ Kein Straßenkarneval, bei dem der Spaß für einige Jecken nicht plötzlich ein ernstes Ende hat. Doch von einigen Rangeleien abgesehen, haben sich die Gäste beim Werner Rosenmontagszug nach einer ersten Bilanz des Ordnungsamtes und der Polizei bis zum Abend gut benommen.

Eine Reihe meist jüngerer Narren hatte zu tief ins Glas geschaut und neben einem heftigen Kater wegen des luftigen Kostüms bei Temperaturen knapp über der Frostgrenze auch buchstäblich den blanken Hals riskiert. Doch besondere negative Vorkommnisse gab es nicht zu melden.
„Wir sind mit den Verlauf bisher absolut zufrieden“, zog auch Ordnungsamtsleiterin Kordula Mertens ein positives Fazit. Ihre Mitarbeiter hatten sich mit der Verstärkung durch den privaten Sicherheitsdienst BAK ebenfalls unter den Leute gemischt, um das Glasverbot durchzusetzen und mögliche Ausschreitungen schon im Ansatz zu beenden.
Bewährt hat sich nach dem Fazit von Stadtjugendpflegerin Dagmar Reuter und Streetworkerin Melina Klute das „Stopp&Go“-Zelt für Jugendliche am Kirchplatz. „Es hat sich im dritten Jahr herumgesprochen, dass wir da sind. Wir hatten einen guten Durchlauf“, so Reuter. Die wenigsten benötigten konkrete Hilfe, sondern nutzten die Anlaufstelle als Treffpunkt, um sich aufzuwärmen, ein Brötchen zu essen und weiter zu ziehen. Nach der Beobachtung von „Rapunzel“-Leiter Jan Kessler gab es deutlich weniger volltrunkene Jugendliche als in den vergangenen Jahren.
Eine 14-Jährige ließ das Streetwork-Team aber von den Sanitätern in Krankenhaus bringen. Die Ordnungskräfte hatten ein Auge darauf, dass die sommerlich kostümierten jungen Leute, die der Alkohol von den Füßen holte, nicht unterkühlten. Eine abschließende Bilanz ziehen die IWK als Veranstalter und Sicherheitskräfte heute. Wir berichten anschließend. ▪ bkr



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