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Der große Kehraus nach dem Werner Karneval: Bilanz von IWK, Polizei und Ordnungsamt / Mehrarbeit in der Ambulanz des Krankenhauses

Der große Kehraus nach dem Werner Karneval

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WERNE - Prinz Michael II. war am Dienstag die Anstrengung noch deutlich anzusehen, aber auch die Freude über einen gelungenen Rosenmontagszug. Die Ordnungskräfte indes sind nicht restlos begeistert.

Die Ordnungskräfte sind nicht restlos begeistert.

Der Prinz und die Aktiven der Interessengemeinschaft Werner Karneval trafen sich nach durchfeierter Nacht am Dienstagmorgen zum Frühstück im Kolpinghaus. Bei Rühreiern und Schinken wurde eine positive Bilanz des Umzuges gezogen.

Probleme beim Ablauf des Zuges habe es – nicht zuletzt dank der guten Vorbereitung durch den Werner Bauhof – nicht gegeben, sagte Präsident Michael Holtmann. Selbst die 20-minütige Verspätung, mit der sich der karnevalistische Tross in Bewegung setzte, nahmen die Organisatoren gelassen hin. Sie bedankten sich gestern noch einmal ausdrücklich bei Busunternehmer Frank Wiewel, der die holländische Band „Doe Mar Wa“ abholte, die auf der A 2 in der Nähe von Dortmund eine Panne hatte. Die Band sei ein Höhepunkt gewesen.

Wenn viele Menschen ausgelassen feiern und dabei reichlich dem Alkohol zusprechen, bleiben negative Begleiterscheinungen nicht aus. Und mit denen hatten es die Mitarbeiter von Ordnungsamt und Rettungsdienst, des privaten Sicherheitsdienstes BAK und der Polizei zu tun. Die Bilanz, die Polizei-Pressesprecher Ralf Hammerl zog, liegt aber durchaus im Rahmen einer solchen Großveranstaltung, wie er versicherte. So mussten die Sicherheitskräfte einige erhitzte Gemüter aus dem Verkehr ziehen. Zehn Platzverweise wurden erteilt, außerdem schrieb die Polizei vier Anzeigen wegen Körperverletzung. Drei minderjährige Jugendliche, die völlig betrunken waren, wurden den Eltern übergeben.

Dem Krankenhaus bescherte der Rosenmontagszug Mehrarbeit, weil sich stark Angetrunkene verletzt hatten – darunter waren allein sechs Jugendliche im Alter zwischen 14 und 20 Jahren. Zwei Jugendliche mussten außerdem zur Ausnüchterung einige Stunden unter Beobachtung bleiben. Rettungsdienst und Rotes Kreuz bilanzierten insgesamt 35 Einsätze.

Durchwachsen fiel am Tag danach das Fazit von Ordnungsamtsleiterin Kordula Mertens aus: viele Minderjährige, die stark angetrunken waren und Wildpinkler. Zwölf Bürger, die im Gebüsch oder an der Kirchenmauer ihre Notdurft verrichteten, wurden mit 25 Euro zur Kasse gebeten.

Der Bauhof holte mehrere Lkw-Ladungen Dreck von der Straße. Die Arbeiten werden auch heute noch fortgesetzt. - kb

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