HERBERN ▪ Wenn das Krokodil die Prinzessin an der Hand hat und Darth Vader mit Atze Schröder fangen spielt, dann ist das kein verrücktes Märchen, sondern Karneval in der Mariengrundschule.

Mit viel Phantasie hatten sich die Kinder in Vampire, Prinzessinnen und Co. verwandelt. ▪
Am Donnerstag machten sich rund 240 kleine Feen, Polizisten, Hippies und Indianer auf den Weg durch den Herberner Ortskern. Eltern und Großeltern säumten die Altenhamm- und die Südstraße, warfen reichlich Kamelle und ließen sich von den Jecken zu so manchem „Herbern helau“ aufmuntern.
Auch die Herberner Geschäftsleute standen bei kaltem Karnevalswetter vor ihren Läden und feierten gemeinsam mit den kleinen Narren. In den ersten beiden Schulstunden war noch jede Klasse für sich jeck – nach der ersten großen Pause verließen alle Kinder in Begleitung ihrer Lehrer die Schule in Richtung Dorfmitte.
Sobald die ersten Süßigkeiten in die Luft geworfen wurden, hielten die Kinder als echte Karneval-Experten ihre großen Tüten auf und sammelten flink ein, was dennoch zu Boden fiel.
Manche Eltern wurden von Teufeln, Krokodilen und Geheimagenten regelrecht bestürmt und um eine „süße Spende“ gebeten.
Zu den auffälligsten Kostümen zählte beispielsweise das Kostüm von Schulleiterin Ulrike Lonsing-Bußkamp, die als Toy-Story-Figur Woody mit ihrem Pferd Bullseye neben Ordnungshüter Gerd Olschewski beim Umzug vorausritt. Aber auch Atze Schröder und ein lebendes Skelett waren schon mal zwei Blicke wert. Besonders beliebt schienen Tierkostüme zu sein: Wilde Raubkatzen, bunte Vögel und sogar ein Drache fand sich in der Masse wieder.
Auch die Lehrer hatten sich Mühe mit ihrem Kostüm gegeben, und so strahlte beispielsweise Karin Bäumer verkleidet als Clown neben dem gestiefelten Kater (alias Simone Flissikowski) um die Wette.
„Die gemeinsame Karnevalsfeier der Mariengrundschule ist schon seit langem eine Tradition, auf die sich die Kinder jedes Jahr wieder freuen“, sagte Karin Bäumer. ▪ isa



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