HAMM - „Hamms beste Band 2010“ heißt „Rules of Engagement“. Sowohl die Jury als auch das Publikum sahen die Band am Samstagabend bei der elften Auflage des Festivals vorne. Zweiter wurden „The Herbpirates“ vor „Convivial“, die durch die Publikumsstimme knapp vor „No Desire“ landeten.

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Um 0.50 Uhr verkündeten die Moderatoren Günter Thomas und Andreas Tiggemann gemeinsam mit der vierköpfigen Jury das Urteil. Und das war knapp. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich zahlreiche Fans vor der Bühne versammelt, um sich mit ihren „Lieblingen“ über die Platzierungen zu freuen.
Nach Bewertung der Jury lagen „Rules of Engagement“ hauchdünn vor „The Herbpirates“ und die späteren Dritten „Convivial“ gleichauf mit „No Desire“. Am Ende gaben die Publikumsstimmen in beiden Fällen den Ausschlag für das Ergebnis. Insgesamt verfolgten rund 700 Besucher den Abend in den Zentralhallen. Viele von ihnen nutzten die Gelegenheit, aktiv am Ausgang der Veranstaltung teilzuhaben. Am Samstagnachmittag war die Reihenfolge der sechs Einzelauftritte wie üblich durch das Los entschieden worden. Demnach machten „Ya Mama!“ den Auftakt vor „No Desire“, „Rules of Engagement“, „Convivial“, „Fulltuned“ und „The Herbpirates“. Sehr kurze Umbauphasen sorgten dafür, dass der Zeitplan fast auf die Minute genau eingehalten wurde.
„Endlich!“, kommentierte ein glücklicher und erleichterter „Rules“-Sänger Kris McDougall den Ausgang des Abends. Er war schon vorher fünfmal mit verschiedenen Gruppen bei dem Wettbewerb dabei gewesen, aber nie ganz oben auf dem Treppchen.
„Rules of Engagement“ gingen ihren Gig mit viel Mut an: Sie hatten ihr Set aus alten, aktuellen und bisher ungehörten Songs zusammengebastelt. Die Metal-Mixtur, die um einige melodische Elemente bereichert war, hielt stand und die Fans hatten ihren Spaß beim Pogo.
Sichtlich Spaß an ihrem Auftritt hatten „No Desire“. „Es war ein richtig netter Abend“, sagte Jens Großlohmann. Die Band wollte es gelassen angehen, und ihr melodischer Rock kam bei den Fans gut an. Viele im gut gefüllten Innenraum erwiesen sich sogar als textsicher bei den einzelnen Songs.
„The Herbpirates“ mussten zwar als letzte Band auf die Bühne – was in der Vergangenheit nicht immer eine dankbare Aufgabe war –, doch schnell hatte die sechsköpfige Gruppe das Publikum mit ihren Reggae-Beats in den Bann gezogen.
„Convivial“ schafften es immer wieder, die Fans zu animieren. Hopsend und klatschend feierten sie zu melodischem Metal, der sich sogar mit einer Akustik-Gitarre vertrug. Auch „Fulltuned“ suchten immer wieder den Kontakt zum Publikum. Gitarrist Marian Engelbarts präsentierte sich als einziger Musiker in blankem Oberkörper. Und „Ya Mama!“ hatten zum Auftakt ein recht kurzes, funkiges Set gespielt. - oz
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