Wiederaufbau im Neema-Dorf in Kenia

Ilonko Remmert aus Rhynern veranlasste den Bau eines neuen Wachmann-Hauses.
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Ilonko Remmert aus Rhynern veranlasste den Bau eines neuen Wachmann-Hauses.

RHYNERN/UKUNDA -  Im Neema-Dorf in Ukunda/Kenia sind dank Rhyneraner Hilfe die gröbsten Schäden der Überschwemmungen im Mai behoben. Ilonka Remmert vom Verein „Wir helfen in Ukunda“ hatte sich mit gesammelten Spenden – unter anderem von der Carl-Orff-Grundschule und der Werbe- und Interessengemeinschaft – auf den Weg nach Afrika gemacht, um direkt vor Ort die Hilfe in die Wege zu leiten.

Im Fokus stand dabei besonders der Bau eines neuen Hauses für die Familie des Wachmanns, der in diesem Neema-Dorf wohnt. Das Dorf ist mit Unterstützung des Vereins „Wir helfen in Ukunda“ aufgebaut worden. Das Lehmhaus des Wachmanns hatte den sehr starken Regenfällen im Mai nicht standgehalten. „Das war absolut unbewohnbar“, versicherte Ilonka Remmert.

Bereits am ersten Tag ihres Aufenthalts nahm sie Kontakt mit einem Architekten auf, der sich nicht lange bitten ließ und den Bau eines neuen Hauses, diesmal aus Stein, in die Wege leitete. „Diesmal steht das Haus auch auf einem richtigen Fundament und dürfte die nächsten Überschwemmungen überstehen“, freut sich Ilonka Remmert, dass ihr knappes Budget für den Bau des Hauses reicht. „Die Kosten für ein solches Gebäude sind natürlich in keinster Weise mit Bauten in Deutschland zu vergleichen“, erklärt sie. Von Mai bis Juli musste der Wachmann mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in einer Art Abstellkammer wohnen.

Ebenfalls funktioniert wieder die Toilette im Dorf. Auch sie war durch die Überschwemmungen nicht mehr nutzbar. „Gut, dass ich kurz vor meinem Abflug noch die 376 Euro von der Carl-Orff-Grundschule bekommen habe. Davon haben wir eine improvisierte Toilette erstellen können“, erzählt Remmert. Dieses Lehm-Toiletten-Häuschen mit Erdloch wird vom Wachmann sowie von den Frauen in der Nähstube und den Mitarbeitern in der Schreinerei genutzt. „In Zukunft soll hier eine Art Badezimmer mit Toilette und einer Dusche entstehen“, stellt Remmert die weiteren Pläne vor. Zudem hat der Verein noch einiges mit der Schule vor. Diese soll erweitert werden, „wenn wir denn weiterhin Geld zur Verfügung haben“, weiß Remmert, dass ohne Spenden nichts geht.

Die ganze Dankbarkeit für ihr Engagement bekam die Rhynerarin dann beim so genannten Fun-Day geboten. Zu diesem Dorffest war sie unter rund hundert Besuchern als Ehrengast geladen. Sogar ein kleines Geschenk hatten Frauen für sie gebastelt. „Das hat mich emotional doch sehr mitgenommen“, erzählte Ilonka Remmert. - jb

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