Musik-Star

Sir Roger Moore lädt Hammer Pianisten zur Unicef-Gala ein

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Für Sir Roger Moore und andere Prominente spielte der aus Hamm stammende Pianist Bene Aperdannier (links) zusammen mit Sängerin Ilhem Khodija und Björn Werra am Bass.

Hamm - Konzerte mit „Promi-Faktor“ sind für Bene Aperdannier, dem aus Hamm stammenden Pianisten und Komponisten, nichts Ungewöhnliches mehr. Was er aber am vergangenen Samstag erlebte, war selbst für den 49-Jährigen außergewöhnlich.

Da spielte er – zusammen mit Sängerin Ilhem Khodija und Björn Werra am Bass – für Sir Roger Moore („James Bond“) und rund 40 weitere Prominente. 

Sir Roger hatte zum Charity-Dinner zugunsten Unicef ins Guarda-Golf Hotel ins schweizerische Crans Montana, den Wintersportort im Kanton Wallis, eingeladen. 

Und rund 40 weiteren Prominenten war der gute Zweck immerhin 1.000 Franken wert. Moore engagiert sich seit Jahren als UN-Sonderbotschafter für das Kinderhilfswerk. Dass er nach Crans Montana eingeladen hatte, lag – wie Aperdannier erfuhr – daran, dass er hier neben Monaco einen Wohnsitz hat: „Der Sir ist ein echter Gentleman und war total nett.“ 

Mehr noch: Er war offenbar auch „gut drauf“. Das mag daran gelegen haben, dass zum knapp 30-minütigen Mini-Konzert unter anderem das Chanson „L´hymne à l’amour“ gehörte, das Edith Piaf einst sang. Moore habe dem Trio verraten, dass er genau dieses Lied einst in einem Piaf-Konzert gehört hat, das er mit seiner zweiten Frau, der Sängerin Dorothy Squires, besucht hatte. 

Ex-Bond-Darsteller singt für die Musiker 

Moore habe dieses Lied geliebt. Nach dem Konzert habe das Paar „die Piaf“ kennengelernt und Dorothy sei von dem Chanson so begeistert gewesen, dass sie ihn später selbst auf Englisch („If you love me, I won’t care)“ aufnahm. Als Roger Moore dann genau diesen Song für die drei Musiker sang, habe Aperdannier es kaum fassen können. 

„Er war sichtlich gerührt“, erinnert er sich: „Und zum Abschluss bekamen wir noch ein Bond-Buch, von ihm herausgegeben und signiert. Es war wunderbar und ich werde diesen Moment nicht vergessen.“ 

Zu verdanken haben er und Werra – Aperdannier hat eine Professur an der Hochschule der populären Künste in Berlin, an der Werra als Dozent tätig ist – diese Einladung der französischen Jazz-Sängerin Ilhem Khodija, die in Berlin, Istanbul und Zermatt lebt. 

Aperdannier tritt öfter mit ihr auf, und so habe sie ihn und Werra kurzerhand für den kurzen Auftritt einfliegen lassen. Auch sonst hat der 49-Jährige häufig mit Menschen zu tun, die für die einen „Prominente“ sind und für Aperdannier einfach gute Musiker. 

Mit Sarah Connor beispielsweise war er im vergangenen Jahr unterwegs, um in mehreren kleineren Shows Connors Album „Muttersprache“, das erfolgreichste deutschsprachige Album 2015, vorzustellen.

Mit Ellie Goulding zusammengearbeitet

Und im Dezember hat er mit dem englischen Top-Star Ellie Goulding („Burn“) anlässlich des Castingshow-Finales zu „The Voice of Germany“ der Fernsehsender Pro7/Sat1 zusammengearbeitet – zwar nicht auf der großen Show-Bühne bei ihrem Fernsehauftritt, dafür aber in „intimem Rahmen“, um den Auftritt mit Talent Debbie Schippers einzustudieren. 

„Da war sie richtig gut drauf, sehr nett und relaxed“, sagt Aperdannier: „Kein Wunder, gerade vorher ist sie für zwei Grammys nominiert worden.“ Für den Kinderkanal bleibt er zudem in der Casting-Show „Dein Song“ aktiv. 

Herzensangelegenheit bleibt Lily Dahab 

„Die Herzensangelegenheit“ schlechthin bleibt aber die Zusammenarbeit mit seiner Frau, der aus Argentinien stammenden Sängerin Lily Dahab. Mit ihr und Band geht Aperdannier in Kürze an Bord des Kreuzfahrtschiffs „MS Europa“. 

In den drei Wochen auf dem Weg von San Francisco nach Miami werden sie auch drei Kurzkonzerte spielen. In Arbeit ist außerdem das dritte Studio-Album mit Lily Dahab – und im Frühjahr soll auch ein neues Album mit der Formation „Jazz Indeed“ entstehen.

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