Spadaka Bockum-Hövel legt positiven Jahresbericht vor

Entspannt geht Bankdirektor Klaus Störte heute in die Vertreterversammlung der Spadaka.Über eine Fusion wird in Bockum-Hövel nicht gesprochen und die Bilanzzahlen können sich auch sehen lassen. ▪
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Entspannt geht Bankdirektor Klaus Störte heute in die Vertreterversammlung der Spadaka.Über eine Fusion wird in Bockum-Hövel nicht gesprochen und die Bilanzzahlen können sich auch sehen lassen. ▪

BOCKUM-HÖVEL ▪ Eine sicherlich entspanntere Vertreterversammlung erwartet heute ab 19 Uhr im Anno 03 die Genossen der Spar- und Darlehnskasse Bockum-Hövel.

Sie haben sich weder mit Fusionsplänen zu beschäftigen, noch dürfte ihnen das Jahresergebnis 2009 irgendwelche Sorgen bereiten. Bankdirektor Klaus Störte kann nach seinen Worten einen „hervorragenden Jahresabschluss 2009“ vorlegen. Das Ergebnis stütze sich in erster Linie auf das Vertrauen der mehr als 11 000 Mitglieder in Bockum-Hövels Bank. Die Ergebnisse der in 2009 stattgefundenen Befragung zur Kundenzufriedenheit seien ein Beleg für die gute Arbeit der Bank. In allen Bereichen liege die Spadaka vor den Vergleichsgruppen Rheinland/Westfalen und dem Bundesgebiet. Die Förderbilanz 2009 für die Bereiche Mitglieder, die Region Bockum-Hövel und Personalentwicklung fiel dementsprechend positiv aus. Die Bank konnte im vergangenen Jahr wieder zahlreiche kulturelle, sportliche und soziale Veranstaltungen nicht nur finanziell unterstützen. Sie trat sowohl als Sponsor als auch als Veranstalter auf. „Wir sind und bleiben ein Teil der gesellschaft in Bockum-Hövel“, betont Störte. Mit Blick auf die Fusionspläne der genossenschaftlichen Schwester ist er froh, dass bei der Spadaka solche Diskussionen nicht geführt werden. Man wisse, dass man bei einer beschränkten Größe nur auf einem begrenzten Markt arbeitet. Dafür könne man selbst noch eine persönliche Kundenbetreuung leisten. Und darauf lege die Spadaka Wert. Natürlich habe man aus betriebswirtschaftlichen Gründen von den fünf voll besetzten Bankstellen zwei zu Selbstbedienungs-geschäftsstellen umbauen müssen. Doch die Kunden hätten dafür Verständnis gezeigt. Es habe auch kaum Reaktionen gegeben. „Und wer von den älteren Kunden nicht an den Automaten gehen möchte, dem bringen wir sogar das Geld nach Hause“, berichtet Störte. Dieser Service werde aber selten in Anspruch genommen.

Zum Geschäftsjahr 2009 berichtete Störte, dass die Bilanzsumme sich um 2,6 Prozent auf etwas mehr als 220 Millionen Euro reduziert hätte. Während das Kundenkreditvolumen mit 212 Millionen Euro aufgrund hoher Tilgungen im Wohnungsbau leicht rückläufig war, konnten die Kundenanlagen mit 226 Millionen Euro deutlich (+5,1 Prozent) gesteigert werden. Überhaupt könne die Nachfrage nach Baukrediten etwas besser sein. Selbst das Baugebiet Schulze-Everding habe bisher nicht den erwarteten Anstieg gebracht. Dafür sei das Kreditgeschäft im gewerblichen Bereich gestiegen, was nicht zuletzt auch auf den Neubau von Solaranlagen zurückzuführen sei.

Die Ertragslage entwickelte sich besonders positiv. Bei fast konstanten Verwaltungsaufwendungen stieg das Zinsergebnis deutlich an. Das Betriebsergebnis erhöhte auf 2,1 Millionen Euro. Von dem Jahresüberschuss in Höhe von 472 000 Euro soll auch wieder eine Dividende in Höhe von 6 Prozent gezahlt werden. Das werden die 90 Vertreter heute Abend sicher gern beschließen. ▪ hwa

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