Zwischen Kamener Kreuz und Werne/Bockum

Mit dem Ausbau wird die A1 Flüsterasphalt erhalten

[UPDATE 12.30 Uhr] SANDBOCHUM/LERCHE - Mit dem sechsspurigen Ausbau zwischen dem Kamener Kreuz und Werne/Bockum wird die A1 in dem gesamten Bereich Flüsterasphalt erhalten. Das war die wohl wichtigste Botschaft bei einer Informationsveranstaltung am Dienstagabend.

Mit bis zu 65.000 Fahrzeugen am Tag stößt die Autobahn 1 im Abschnitt zwischen Kamener Kreuz und der Anschlussstelle Hamm-Bockum/Werne längst an ihre Belastungsgrenze. In den kommenden Jahren werden sogar bis zu 80 000 Fahrzeuge am Tag erwartet - Grund genug für den Landesbetrieb Straßen.NRW, den sechsstreifigen Ausbau der A1 zwischen dem Kamener Kreuz und dem Autobahnkreuz Lotte/Osnabrück voranzutreiben. Im Rahmen einer Bürgerinformationen, zu der die Stadt Hamm am Dienstagabend ins Restaurant "Kronenstübchen" eingeladen hatten, informierten Mitarbeiter des Landesbetriebs die 150 erschienen Besucher über den aktuellen Sachstand.

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Der Landesbetrieb war mit gleich drei Mitarbeitern angereist. Karl-Hermann Metz teilte mit, dass eine Verbreiterung der A1 von derzeit 29,5 auf 36 Meter geplant ist. "Das sind 3,25 Meter pro Seite." Ohne aktive Lärmschutzmaßnahmen würde der Lärm durch den Ausbau um 1,5 dB(A) zunehmen. Man werde aber, so Metz, auf dem gesamten Abschnitt einen so genannten "Flüsterasphalt" - auch er ist ein aktiver Lärmschutz - einbauen. Dadurch werde sich der Lärm sogar um fünf dB(A) verringern. "Es wird also leiser als heute, die Lärmbelastung um die Hälfte reduziert."

Darüber hinaus ist östlich der Autobahn auf Hammer Gebiet kein weiterer aktiver Lärmschutz geplant - es sei denn, das Planfeststellungsverfahren kommt noch zu einem anderen Ergebnis. Anders ist die Situation auf der westlichen Seite in Rünthe, wo die Bebauung dichter ist. Nach Angaben des Landesbetriebs ist zwischen der Anschlussstelle Hamm/Bergkamen und dem Beverbach eine acht Meter hohe Lärmschutzwand geplant.

Schwierig ist eine Prognose, wann der Ausbau startet. Neben dem Geld ist die Dauer des Planfeststellungsverfahrens ein wichtiger Faktor. Bei einem optimalen Verlauf sei ein Baustart frühestens 2018 möglich, hieß es am Dienstagabend. - stg

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