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Quecksilber-Ausstoß: Kraftwerk Westfalen unter Grenzwert

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Von: Alexander Schäfer

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Auch das Kraftwerk Westfalen stößt Quecksilber aus. © Hans Blossey

Hamm - Europäische Kohlekraftwerke setzen jährlich tonnenweise hochgiftiges Quecksilber frei, nicht zum ersten Mal fordern die Grünen deshalb niedrigere Grenzwerte. RWE veröffentlichte zuletzt Mitte Oktober 2015 die Emissionswerte für das Kraftwerk Westfalen in Uentrop.

Demnach lag der Jahresmittelwert in 2014 für Quecksilber bei 0,0006 mg/m3. Der Tagesgrenzwert liegt derzeit in Deutschland bei 30 Mikrogramm Quecksilber pro Kubikmeter Abgas, also 0,03. 

Kohlekraftwerke in den USA müssen ab April diesen Jahres die weltweit schärfsten Grenzwerte für Quecksilberemissionen einhalten. Danach darf in den USA kein Steinkohlekraftwerk mehr als 1,4 Mikrogramm im Monatsmittel per Kubikmeter emittieren.

Für das Gersteinwerk in Stockum weist das Institut für Ökologie und Politik, das im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion ein Gutachten zur Quecksilber-Emissionen aus Kohlekraftwerken veröffentlicht hat, einen Wert von 3,8 Kilogramm pro Jahr aus. 

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