Tierpark 2014 zurück in ruhigem Fahrwasser

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HAMM - Ende 2013 lag der Konkursantrag für den Tierpark schon in der Schublade, ein Jahr später befindet sich die beliebte Freizeiteinrichtung wieder in ruhigerem Fahrwasser.

Von Frank Osiewacz

Dank erheblicher finanzieller Unterstützung der Stadt Hamm und durch ein professionelles Management der Prova-Unternehmensberatung wird im Ergebnis für 2014 unterm Strich eine Null stehen.

Freude herrscht im Tierpark nicht nur über jeden Nachwuchs, sondern vor allem über die wirtschaftliche Gesundung.

Das Bilanzergebnis für 2013 hatte noch ein Defizit von 125.000 Euro ausgewiesen. Damals war die Stadt mit 400.000 Euro für 2013 und das laufende Jahr eingesprungen, um dem Tierpark das Überleben zu sichern. Blieben für die Prova und Tierpark-Geschäftsführer Kay Hartwich also noch 275.000 Euro städtischer Zuschuss, um damit 2014 zu wirtschaften. Hinzu kamen Eintrittserlöse und Spendengelder.

Die Rechnung im Jahr eins nach dem Neustart ging auf: Gegenüber dem Vorjahr gab es aufgrund gestiegener Besucherzahlen sogar noch ein Einnahmeplus von rund 50.000 Euro (Besucher 2013: 110.000; 2014: zirka 125.000).

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Sämtliche Gelder, so Hartwich, seien wieder in den Park geflossen: in Personalkosten, Energiekosten, Futtermittel und vor allem in die Sanierung der Anlage. „Die damit verbundene Attraktivitätssteigerung ist deutlich erkennbar und wird auch von den Besuchern wahrgenommen“, sagt Hartwich.

Im kommenden Jahr und 2016 hat die Stadt Hamm jeweils einen Zuschuss von 250.000 Euro festgeschrieben. Die weiteren Säulen zur Kostendeckung werden auch dann die erzielten Erlöse, Spenden und Kredite sein. Auch das Mandrillhaus und -gehege wird zum Teil über Kredite finanziert.

Künftig will der Park durch Aktionen stärker auf das Thema Spenden und deren Zweck aufmerksam machen. Von enormer Bedeutung für die Kostenminimierung und Sanierung seien zudem Sachspenden wie beispielsweise Arbeitsmaterial und Baustoffe.

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