Samstag Neonazi-Demo - Polizei-Hotline für Bürger

HAMM ▪ Neonazis haben sich nach 2011 erneut die Stadt Hamm für eine Großkundgebung und Demonstration ausgesucht. Organisiert wird die Demo von der Partei "Die Rechte". Nach Polizeiangaben wird es mehrere Gegenaktionen geben.

Unter dem Motto „Konsequent für deutsche Interessen. Volkssouveränität statt Globalismus. Bundestagswahlkampf“ hat die Partei im Vorfeld der Bundestagswahl für den kommenden Samstag um 12 Uhr zu einer Eröffnungskundgebung auf der Ferdinand-Poggel-Straße gegenüber dem Lübcke-Museum eingeladen.

Bei der Polizei Hamm gaben die Veranstalter an, dass sie mit etwa 250 Teilnehmern rechnen. Um 13 Uhr wird sich der Demonstrationszug in Gang setzen. Die Polizei hat die ursprünglich beantragte Route für den Demonstrationszug nicht genehmigt, sagte Polizeisprecher Ulrich Biermann. Die genehmigte Route führt unter konsequenter Ausklammerung der City ausschließlich durch die südliche Innenstadt.

Die Hammer Polizei richtet ab Freitag ein Bürgertelefon ein. Ab 8 Uhr sind die Beamten unter der Rufnummer 02381/916-3333 für Fragen rund um das Demonstrationsgeschehen erreichbar.

Lesen Sie auch:

Kundgebung der "Rechten" ohne Zwischenfälle

Westfalenweiter Verein gegen Rechts gegründet

Innenminister: Schlag gegen rechte Szene erfolgreich

Wie bereits 2011 hat der haekelclub 590 zu einer Gegendemonstration eingeladen. Treffpunkt ist um 11.30 Uhr am Bahnhof Hamm (Gustav-Heinemann-Straße). Um 12 Uhr setzt sich der Demonstrationszug durch die Hammer Innenstadt in Bewegung. Organisator Justus Moor hat eine Genehmigung für 300 Teilnehmer beantragt.

Bereits am Freitag gibt es ab 19.30 Uhr eine Versammlung mit dem Thema "Same Shit different label - Nazis erkennen, enttarnen, entgegentreten". Anmelder ist nach Angaben der Polizei eine Privatperson, die etwa 150 Teilnehmer erwartet. Nach einer Auftaktkundgebung soll ein Aufzug durch die Innenstadt erfolgen.

Ferner findet an verschiedenen Stellen in der Innenstadt die Aktion "Trommeln für Toleranz" statt. Außerdem gibt es am Samstag zwei weitere Initiativen von Teilnehmern des Runden Tisches gegen Radikalismus und Gewalt.

Kommentare