Kein wildes Blitzen in Hamm geplant

HAMM ▪ Die Nachricht, dass Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen praktisch überall die Jagd auf Temposünder eröffnen dürfen, sorgt keinesfalls für Hektik im Hammer Rathaus. „Für Mittwoch ist eine erste Unterrichtung aus Düsseldorf angekündigt, und dann sehen wir weiter“, beschrieb Stadtsprecher Christian Strasen die Stimmung ob der neuen Gesetzeslage.

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Bislang war den Kommunen nur erlaubt, an Unfallschwerpunkten und besonders schutzwürdigen Stellen zu blitzen. Dank der neuen Vorschriften darf das nun überall geschehen, wo zu schnell gefahren wird.

Dass sich die klamme Stadt Hamm nunmehr in der Weise die Taschen füllt, indem sie an besonders lukrativen Orten Autofahrer scharenweise abblitzen lässt, sei laut Strasen auch in Zukunft nicht zu erwarten. „Wir werden nicht an absurde Stellen gehen, sondern unsere Messpunkte weiterhin am jeweiligen Gefährdungspotenzial ausrichten“, sagte er. Denkbar sei allerdings, dass künftig vermehrt auch in Tempo-30-Zonen gemessen werde.

„Wie gehabt, werden wir aber alle Kontrollpunkte mit der Polizei absprechen“, kündigte er keine Schnellschüsse oder Alleingänge der städtischen Radarwagen an. ▪ fl

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