Vermarktung für Nachnutzung des Ex-Kohlehafens läuft

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Nach dem erfolgreichen Brückenschlag läuft die Vermarktung für den ehemaligen Kohlehafen

Hamm - Fast eineinhalb Jahre diente der ehemalige Kohlehafen als Lagerplatz für die Lippepark-Brücken, wodurch eine Nachnutzung des rund sieben Hektar großen Areals nicht möglich war. Jetzt, nach dem erfolgten Brückenschlag über Kanal und Lippe, steht dem aber (fast) nichts mehr im Wege.

Nach Angaben von Stadtwerke-Sprecherin Cornelia Helm – das Unternehmen hatte die Fläche von der RAG Montan Immobilien erworben – befindet man sich aktuell in der „Vermarktungsphase“. Es habe bereits Anfragen und auch schon Gespräche gegeben. „Die Nachnutzung muss aber ins Gesamtkonzept passen“, so Helm, die noch nicht sagen konnte, wann es zu einem Vertragsabschluss kommt und wann mit einer Ansiedlung zu rechnen ist. 

Planungsrechtlich befindet sich die Nachnutzung bereits auf einem guten Weg. Die öffentliche Auslegung des Bebauungsplan 05.079 „Ehemaliger Kohlehafen“ – hier der Entwurf – erfolgt zwischen dem 15. Januar und 16. Februar während der Öffnungszeiten im Technischen Rathaus sowie im Bürgeramt Herringen aus. Bürger haben dabei die Gelegenheit, sich zu den Plänen zu äußern. 

Wie es in der Beschlussvorlage heißt, soll die Fläche analog zum östlichen angrenzenden Hafen als Sondergebiet ausgewiesen werden. Dessen Anteil an der Gesamtfläche beträgt demnach rund 4,3 Hektar. Der Anteil Verkehrsfläche und Gewerbe beläuft sich auf jeweils knapp 1,3 Hektar. 

Mittlerweile haben sich auch die Träger öffentlicher Belange zu den Plänen geäußert, darunter auch der Landschaftsverband Westfalen-Lippe – Archäologie für Westfalen. Untersuchungen haben ergeben, dass hier nicht mehr mit Bodendenkmalen zu rechnen ist, da der Bereich in der Vergangenheit „stark gekappt“ wurde. Man habe lediglich einige archäologische Einzelfunde bergen können. Anders die Situation im Bereich südlich der Hafenstraße, der von einer Hochspannungsleitung durchzogen ist und der ebenfalls zum Bebauungsplangebiet gehört. Hier werden weiterhin Siedlungsreste vermutet. Allerdings ist die Brachfläche nicht für eine Bebauung vorgesehen. 

Aktuell finden übrigens einige Bewegungen auf der Fläche statt. Diese sind aber keine Vorbereitungen für eine Nachnutzung. Wie Stadtsprecher Tom Herberg sagte, werde derzeit mithilfe eines Krans der große Raupenkran, der während des Brückenschlags auf dem Mitteldeich stand, auf Lkw verladen.

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