Opfer sexueller Übergriffe

Hammerinnen in Silvesternacht am Dortmunder Bahnhof begrabscht

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Der Platz vor dem Dortmunder Hauptbahnhof wenige Tage vor der Silvesternacht.

Hamm/Dortmund - Auch zwei Frauen aus Hamm sind in der Silvesternacht offenbar Opfer sexueller Übergriffe geworden. Nicht in Köln, sondern am Dortmunder Hauptbahnhof, wo sich nach ihrer Schilderung etwa 300 südländisch aussehende Männer versammelt haben sollen. Mehrere Personen aus dieser Gruppe sollen die 25 und 26 Jahre alten Hammerinnen angegangen sein.

Die Dortmunder Polizei nimmt den Fall offensichtlich äußerst ernst und kündigte am Donnerstag an, unverzüglich mehr Personal für die Bekämpfung der Straßenkriminalität und der so genannten Antanzmasche zur Verfügung zu stellen. Bereits bestehende Ermittlungskommissionen würden aufgestockt. Man sei durch die Vorgänge in Köln hoch sensibilisiert und werde in engem Kontakt mit den Kölner Kollegen die weitere Entwicklung der dortigen Ermittlungen aufmerksam verfolgen, hieß es vor dem Hintergrund, dass in derselben Nacht zwei weitere, aus Dortmund stammende Frauen vor einer Diskothek angegangen worden sein sollen.

Rund um den Hammer Bahnhof hat es in der Silversternacht nach Kenntnislage der Hammer Polizei und der Bundespolizei hingegen keine Menschenansammlungen und auch keine Übergriffe auf Frauen gegeben.

Die beiden Hammerinnen waren nach Dortmund gefahren, um dort ins neue Jahr hineinzufeiern. Gegen 21 Uhr verließen sie das Bahnhofsgebäude und gingen in Richtung der zur Innenstadt führenden Katharinentreppe. Dort seien sie von mehreren Männern belästigt worden. Die Südländer hätten versucht, ihnen die Handtaschen zu entreißen. Sie seien beschimpft und unsittlich berührt worden.

Polizei erst Tage später informiert

Der Schock über die Übergriffe saß offenbar nicht allzu tief. Die Polizei wurde nicht informiert, im weiteren Verlauf des Abends wurde planmäßig Silvester gefeiert. Als die beiden Frauen gegen 4 Uhr zurück zum Bahnhof gingen, sollen sie erneut an der Katharinentreppe angegangen worden sein. Wieder wurden sie begrabscht und wieder wurde versucht, ihnen die Handtaschen wegzunehmen. Eines der beiden Opfer streifte sich einen ihrer High-Heels vom Fuß und schlug damit in Richtung der Tätergruppe. Die Südländer ließen danach offenbar von den Frauen ab.

Erst am 5. Januar gingen die beiden Hammerinnen zur Hammer Polizei und erstatteten Anzeige. Die Ermittlungen werden von den Dortmunder Beamten geführt. Die beiden Frauen wurden nicht verletzt, und ihnen wurde auch nichts gestohlen.

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