Tolle Bilanz

Hammer Eishalle schreibt schwarze Zahlen

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Die Eishalle in Hamm.

Hamm -  Die Hammer Eishalle schreibt bereits im ersten Jahr nach dem Neustart unter der Leitung der Genossenschaft Hammer Eis eG schwarze Zahlen. „Die Botschaft ist: Das funktioniert tatsächlich“, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Werner Nimmert im Gespräch mit dem WA. Der Jahresabschluss des ersten Geschäftsjahres 2015/2016, das am 31. Juli endete, liege vor und weise „ein leicht positives Ergebnis“ aus.

Die exakten Zahlen dürfe er öffentlich noch nicht nennen. Zuerst müsse die Genossenschaftsversammlung über das Zahlenwerk informiert werden. Eine entsprechende Sitzung müsse noch terminiert werden. „Das zeigt: Unser Konzept greift, und das zeigt sich schon im ersten Betriebsjahr. Eine hochdefizitäre Freizeiteinrichtung mit sechsstelligen Verlusten ist wieder kostendeckend aufgestellt“, sagte Nimmert.

Zu der positiven Entwicklung hätten viele Faktoren beigetragen. Zwar habe die Besucherzahl mit 45 000 Gästen um zehn Prozent niedriger als im Vorjahr gelegen. Dennoch seien die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr (plus 94 Prozent) fast verdoppelt worden. Außerdem habe es deutliche Einsparungen beim Energieverbrauch und beim Personal gegeben. Die Personalkosten seien von 425 000 Euro auf 234 000 Euro gesunken (minus 45 Prozent). Bei den Energiekosten seien bereits im ersten Jahr gut 50 000 Euro eingespart worden (minus 30 Prozent).

Weitere Einsparungen seien hier zu erwarten, weil die Umstellung auf LED-Technik Zug um Zug erfolgt sei und erst im September endgültig abgeschlossen sei. „Wir bekommen monatliche Abrechnungen und können sehen, dass der Verbrauch noch einmal deutlich zurückgegangen ist. Das wirkt sich dann im nächsten Jahresabschluss noch einmal deutlich aus“, sagte Nimmert.

Zu der guten geschäftlichen Entwicklung maßgeblich beigetragen habe die neue Blueliner Sportsbar & American Diner. Die rund 115 000 Euro Investition in eine moderne, zeitgemäße Gastronomie zahle sich aus. „Wir bekommen so auch Zulauf von außerhalb des Eissports“, sagte Betriebsleiter Dirk Sowicki. In kurzer Zeit habe sich die neue Gastronomie in der Eishalle als Veranstaltungsort zum Beispiel für runde Geburtstage, Fimenjubiläen und auch Hochzeiten etabliert. „Der Kindergeburtstag, den wir im Doppelpack mit Eislaufen anbieten, ist der Renner“, sagte Sowicki. Auch für Weihnachtsfeiern sei die Sportsbar sehr gefragt. Das monatliche Frühstücksbuffet jeden ersten Sonntag werde ebenfalls gut angenommen.

Zur ehrlichen Bilanz gehört aber auch der städtische Betriebskostenzuschuss in Höhe von 50 000 Euro, ohne den auch in der Startphase keine schwarze Null hätte erwirtschaftet werden können. Die Stadt zahlt fünf Jahre lang insgesamt 250 000 Euro an die Hammer Eis eG. Davon sind 200 000 Euro zwingend für investive Maßnahmen vorgesehen.

Jeweils fünfstellige Beträge sind bislang geflossen in die Umstellung auf LED-Lichttechnik sowie neues Material wie Schlittschuhe, Lauflernhilfen, Hockeyschläger. In diesem Jahr wurde außerdem die Außenfassade komplett saniert. Viel Lob von den Nachbarn habe es für den neuen Anstrich gegeben. Die Eishalle präsentiert sich jetzt in freundlichem Hellgrau. Das altmodische Braun gehört endgültig der Vergangenheit an. „Im kommenden Jahr werden wir einen hohen sechsstelligen Betrag in die komplette Sanierung des Hallendaches sowie die zeitgemäße Neugestaltung des Eingangsbereichs investieren“, sagten Nimmert und Sowicki.

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