CDU-Abgeordneter: "Jäger ist Gefahr für innere Sicherheit in NRW"

NRW, Jäger, Landtag
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Der Innenminister von NRW, Ralf Jäger, musste sich nach den Vorfällen in Köln den Fragen des Landtages stellen. 

Hamm - Nach den Ereignissen in der Kölner Silvesternacht stehen die Kölner Polizei und auch NRW-Innenminister Ralf Jäger in der Kritik. Nach Meinung der Opposition im NRW-Landtag hat der Innenminister versagt. Auch Robert Stein, CDU-Landtagsabgeordneter aus Hamm, bezieht Stellung. 

CDU-Landtagsabgeordneter Robert Stein aus Hamm kritisiert Innenminister Jäger.

"Der Innenminister macht es sich zu leicht, indem er die komplette Verantwortung auf die Polizei abschiebt", sagte Stein dem Westfälischen Anzeiger. Er habe seit 5 Uhr in der Silvesternacht gewusst, dass es eine Gewaltorgie gab, habe aber über Tage nichts gesagt. "Das passt in seine PR nach Burbach, nach den Hooligan-Krawallen und nach dem SEK-Skandal in Köln: Erst vertuschen, dann schönreden, dann Verantwortung wegschieben", so der Hammer Abgeordnete. 

Die Frage, ob der Innenminister nun zurücktreten sollte, müsse Ministerpräsidentin Hannelore Kraft beantworten. Stein hat jedoch eine eindeutige Meinung zu dem Fall: "Fest steht, dass Herr Jäger nicht einfach sagen kann, er habe keine Verantwortung für die Geschehnisse in Köln zu tragen. Sein mehr als fragwürdiger Vergleich mit einer misslungenen Blinddarm-OP, bei der die Gesundheitsministerin auch keine Verantwortung für die Fehler der Ärzte trage, zeigt, dass er seine Position gar nicht verstanden hat. Er ist Dienstherr für Zehntausende Polizistinnen und Polizisten von Nordrhein-Westfalen. Mit diesem irritierenden Beispiel aber unterstreicht er, dass er eine Gefahr für die Innere Sicherheit Nordrhein-Westfalens ist." 

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