Bürgerforum zum Älterwerden in Pelkum

PELKUM ▪ Rund 4 900 Einwohner des Stadtbezirks Pelkum sind 60 Jahre oder älter. Das entspricht mehr als einem Viertel der Gesamtbevölkerung. „Und dieser Anteil wird noch zunehmen“, weiß Wolfgang Müller, Leiter des Amts für Soziale Integration, zu berichten.

Unter dem Motto „Zuhören, einmischen, gestalten, engagieren“ findet daher am Mittwoch, 12. Juni, von 17 bis etwa 19 Uhr in der Bürgerhalle, Am Pelkumer Bach 2, ein Bürgerforum statt, in dessen Mittelpunkt bereits vorhandene und vor allem fehlende Angebote für Senioren stehen.

„Wir wollen der Frage nachgehen, was das ,Älterwerden’ in Pelkum interessanter und vielfältiger macht“, so Müller und seine Kollegen Martina Foschepoth und Andreas Pieper. Schon jetzt gibt es im Stadtbezirk mehr als 30 Angebote für Senioren, die un ter anderem von Gemeinden, Sportvereinen, der Awo, dem Sozialverband Deutschland und der IG BCE durchgeführt werden. Ab September kommen noch einige Angebote hinzu. Die Stadt will aber nicht nur über die vorhandenen Angebote informieren. Das Amt für Soziale Integration möchte den Bürgen auch die Gelegenheit geben, Ideen, Impulse und Vorschläge zur positiven Weiterentwicklung offener Angebote für älter werdende Menschen zu geben.

Und nicht nur das: Über das Forum möchte man auch Ehrenamtliche gewinnen. Ein weiteres mittel- bis langfristige Ziel ist die Förderung des Dialogs zwischen den Generationen. Außerdem wolle man, so Müller, die Kontakte zwischen den unterschiedlichen Kulturen fördern. Ausgeklammert habe man den Bereich „Wohnen und Infratruktur“, so Foschepoth. Sie seien während des Projekts „Neues altern in der Stadt“ – kurz NAIS – ausführlich behandelt worden.

Beispiele, was durch ehrenamtliches Engagement auf die Beine gestellt werden kann, gibt es viele. So verwiesen Foschepoth und Bezirksvorsteher Udo Schulte auf einen Service des Sozialverbandes. Hier werden nicht mehr mobile Senioren zum Einkaufen oder zu Ärzten gebracht. „Derzeit sind es zwölf Senioren, die dieses Angebot regelmäßig in Anspruch nehmen.“

Gemacht werden soll aber noch mehr. So kann sich der Bezirksvorsteher vorstellen, dass sich auch in Pelkum eine ZwAR-Gruppe (Zwischen Arbeit und Ruhestand) gründet, ähnlich wie es sie unter anderem in Herringen gibt. Beim Stadtbezirksfest sei er diesbezüglich von einem Bürger darauf angesprochen worden.

Das geplante Bürgerforum ist die ideale Gelegenheit für eine Bestandsaufnahme sowie für einen Blick in die Zukunft. Zu Beginn der Veranstaltung wird es Grußworte unter anderem von OB Thomas Hunsteger-Petermann sowie Daten und Fakten zur demografischen Entwicklung in Pelkum geben. An vier Standorten haben die Bürger danach die Möglichkeit, sich zu informieren und Wünsche zu äußern. Es handelt sich um folgende Thementische: Angebote der Begegnung/Freizeitgestaltung; Dialog zwischen Jung und Alt/Interkulturelle Angebote; Gesundheitsfördernde Angebote, Bewegung und Sport; Weiterbildung im Alter/Möglichkeiten sich ehrenamtlich zu engagieren. Am Ende wird es eine Zusammenfassung der Ergebnisse geben. ▪ stg

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