HAMM-MITTE - Besser hätte es für den Bürgerschützenverein Hamm bei der Jahreshauptversammlung am Sonntagmorgen in der Awo-Begegnungsstätte am Ostenwall nicht laufen können:

Der neue Vorstand der Bürgerschützen führt die Geschäfte weiter (von links): Vorsitzender Joachim Florian, Kassiererin Claudia Kramer, Schriftführer Christoph Gerling und der zweite Vorsitzende Clifford Gordon.
Erst ließ sich Vorsitzender Joachim Florian dazu bewegen, erneut für das Amt zu kandidieren, dann schließlich zog auch sein Stellvertreter Clifford Gorden seinen Rücktritt zurück. Somit ist der Schützenverein weiterhin voll handlungsfähig und muss zumindest zurzeit nicht um seinen Fortbestand zittern.
Noch zu Beginn der Versammlung hatte es danach ausgesehen, als ob sich Florian nicht zur Wiederwahl stellen würde. Auch sein Versuch, die Amtsfindung in Richtung Avantgarde zu richten, verlief vergebens. Erst eine rund 20-minütige Versammlungsunterbrechung mit zahlreichen Gesprächen brachte die erwünschte Kehrtwende. Zumindest für ein Jahr wird Florian den Verein weiter führen. Klar, dass die Entscheidung bei den anwesenden Schützen auf ein einstimmiges Votum fiel.
Im weiteren Verlauf der Beratungen zog Gorden dann seinen Rücktritt zurück. Gleichzeitig sprachen sich die Schützen auch bei zwei Gegenstimmen dafür aus, Gorden das Vertrauen auszusprechen. Die beiden Offiziere Jörg Tüttmann und Hans Kramer wurden wiedergewählt.
Dass der Vorstand großes Vertrauen genießt, wurde auch bei den vielen Wortbeiträgen im Verlauf der Diskussionen klar. So lobten insbesondere Josef Reinke, ehemaliger 2. Vorsitzender, als auch Avantgardist Steve Wasyliw die Entscheidung von Florian und Gorden, sich weiter im Vorstand zu engagieren.
Ursprünglich sollte noch über ein weiteres Thema abgestimmt werden. Es ging darum, ob der Verein Fusionsverhandlungen mit anderen Schützenvereinen aufnehmen soll, um die Zukunft des Bürgerschützenvereins zu sichern. Es wurde zwar diskutiert und signalisiert, dass die Mitglieder solche Verhandlungen wollen, jedoch abstimmen wollten sie nicht. „Das ist erst einmal Sache des Vorstands“, hieß es aus den Reihen der Anwesenden. Zumindest ein Angebot liegt den Bürgerschützen vor: Markus Borgolte, Vorsitzender des Handwerker Schützenvereins Heessen, der auch gleichzeitig Mitglied bei den Bürgerschützen ist, bot aus Sicht seines Vereins Gesprächsbereitschaft an.
Das Schützenfest der Bürgerschützen wird vom 16. bis 19. August gefeiert. Darüber hinaus stehen das Bierkönigsschießen am 17. Mai und das Bierkaiserschießen am 22. September auf dem Programm.



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