Darunter insgesamt 90 Stoßzähne 

Wien: Mehr als eine halbe Tonne Elfenbein beschlagnahmt

Wien - Österreichische Fahnder haben in Wien mehr als eine halbe Tonne Elfenbein sichergestellt - der „Besitzer“ wurde dabei auf „frischer Tat“ ertappt.   

Österreichische Fahnder haben in Wien mehr als eine halbe Tonne Elfenbein beschlagnahmt. Insgesamt 90 Stoßzähne mit einem Gesamtgewicht von 560 Kilogramm seien Anfang November in zwei Wohnungen sichergestellt worden, teilte das österreichische Innenministerium am Mittwoch mit. Die Wohnungen gehörten einem Österreicher, der nach einem Tipp aus der Bevölkerung beim Kauf von drei Stoßzähnen auf "offener Straße" ertappt wurde. 

Auch der Verkäufer war ein Österreicher. Der größte Stoßzahn war laut Zollfahndung 2,13 Meter lang, andere waren deutlich kleiner und stammten offenbar von Jungtieren. Teilweise wiesen die Stoßzähne Schnitzereien auf. Das Washingtoner Artenschutzabkommen Cites verbietet seit 1989 den Handel mit Elfenbein bis auf wenige Ausnahmen. 

Wildtierhandel muss bekämpft werden 

Dennoch nimmt die Zahl der von Wilderern getöteten Tieren seit Jahren weiter zu. Der Verkauf von einem Kilogramm Elfenbein bringt nach Zoll-Angaben auf dem österreichischen Schwarzmarkt rund tausend Euro. In Asien, dem Hauptabnehmer des weißen Goldes, kostet ein Kilo fast das Doppelte. 

Die 90 Stoßzähne waren vermutlich über Jahre von ihrem Besitzer angesammelt worden. Die Ermittler wollen nun untersuchen, woher sie stammen und ob sie für den heimischen Markt oder den Weiterexport bestimmt waren. Den Fahndern zufolge handelt es sich um die größte Menge an Elfenbein, die jemals in Österreich beschlagnahmt wurde. In Spanien hatte die Polizei im April 774 Kilogramm sichergestellt.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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