Verhandlung: Stadt will keine Kinderbetreuung in Ex-Bordell

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Früher war in dem Gebäude ein Bordell. Nun sollen hier Kinder betreut werden. Das Problem: Die Stadt Bünde ist dagegen. Der Fall landet nun vor dem Verwaltungsgericht. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv

Bünde (dpa) - Früher war das Haus ein Bordell, nun will eine Tagesmutter dort Kinder betreuen. Weil die ostwestfälische Stadt Bünde der Frau die Genehmigung dazu verweigerte, zog sie vor das Verwaltungsgericht. Heute wird der Fall nun in Minden verhandelt.

Die Stadt hatte die Tagespflegeerlaubnis mit der Begründung abgelehnt, man sehe das Kindeswohl gefährdet. So sei das Gebäude vielen noch als Bordell in Erinnerung und werde in Internetbörsen noch als solches beworben.

Wer im Internet nach der Straße und der Hausnummer der geplanten Tagespflege sucht, stößt auf eine Reihe von Einträgen, in denen das Gebäude als diskretes Freudenhaus mit "tabulosen Girls" angepriesen wird. Die Stadtverwaltung befürchtet, dass Freier an der Adresse auftauchten.

Solche Sorgen bezeichnete der Anwalt der Klägerin vor der Verhandlung als absurd. Die Internetwerbung habe sich verselbstständigt.

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