Kuriose Uni-Fächer

Uni Glasgow bietet Philosophie-Kurs über Homer Simpson an

Glasgow - Aristoteles, Immanuel Kant, Homer Simpson: Die Universität Glasgow bietet demnächst Kurse an, die die Kult-Comicserie „Die Simpsons“ aus philosophischer Sicht betrachtet.

Das tollpatschige und bierliebende Familienoberhaupt Homer sei ein vielschichtiger Charakter, sagte der zuständige Philosophiedozent John Donaldson der BBC. „Er hat eine kindliche Lebensfreude, will immer das Richtige tun und ist ein treuer Familienvater.“ Das Seminar wolle die aristotelische Tugendethik mit der gelben Cartoon-Figur abgleichen.

Bei Fans ist Homer Simpson schon länger für seine oft philosophisch-angehauchten Sprüche Kult („Ich hasse mittlerweile meine eigene Schöpfung. Jetzt weiß ich, wie sich Gott fühlt.“). Für den eintägigen Kurs „D'oh! Die Simpsons präsentieren Philosophie“, für den sich alle Interessieren anmelden können, gibt es bislang vier Termine im Januar und Februar 2017.

Universität Bangkok: Kurs über das Sterben

Kurios geht es auch in Bangkok zu. „Schöner Tod“ - so heißt ein neues Seminar, das die die renommierte thailändische Chulalongkorn-Universität in Bangkok im Januar auflegt. Studenten sollen lernen, sich auf den Tod vorzubereiten und keine Angst davor zu haben, wie Dozentin Aim-utcha Wattanaburanon am Donnerstag berichtete. „Es geht darum zu lernen, wie man um seine Lieben trauert und dass es in Ordnung ist zu weinen“, sagte Aim-utcha. Thema sei aber auch, das Leben schätzen zu lernen, und weder anderen noch sich selbst Leid zuzufügen.

Der Kurs in der Pädagogik-Fakultät fällt ein Zeit, in der das Land um den gestorbenen König Bhumibol trauert. Seit dem Todestag im Oktober tragen die Menschen im ganzen Land überwiegend schwarz. Eine Hotline für Depressive hat eine deutliche Zunahme an Anrufen verzeichnet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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