"Geht nach Hause"

Sheriff in Oregon fordert Abzug der Besetzer in US-Nationalpark

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Eine Gruppe Bewaffneter hat sich in Gebäuden des Parks Malheur National Wildlife Refuge verschanzt. Foto: Cacophony/Wikipedia/dpa

Burns - Die Besetzung eines Verwaltungsgebäudes in einem Naturpark im US-Bundesstaat Oregon durch eine Bürgerwehr hat weiter angedauert. Der Sheriff von Harney County, David Ward, forderte die Aktivisten dazu auf, ihren Protest zu beenden.

"Geht nach Hause, zu Euren eigenen Familien, und beendet dies friedlich", sagte Ward. Am Wochenende hatten sich eine Gruppe Bewaffneter in Gebäuden des Parks Malheur National Wildlife Refuge verschanzt.

Ihr Anführer Ammon Bundy beschrieb das Ziel der Aktion als Bemühen, "die Verfassung wiederherzustellen und zu verteidigen". Die selbst ernannte Bürgerwehr wirft der Bundesregierung vor, dass sie das Volk unter Druck setze und den Leuten Land und Rohstoffe wegnehme.

Der Protest entzündet sich an Gefängnisstrafen für zwei Rancher wegen Brandstiftung. Den beiden - Vater und Sohn - wurde laut Medienberichten angelastet, auf Land der Bundesregierung ein Feuer gelegt zu haben, um Spuren von Wilderei zu verwischen. Dwight Hammond (73) und sein Sohn Steven Hammond (46) haben bereits eine Haftstrafe abgesessen. Ende 2015 urteilte ein Bundesrichter, die Haft sei nach Bundesrecht zu kurz gewesen, die Männer müssten nochmals für mehrere Jahre einsitzen. Nach Angaben der Polizei haben sich beide Männer am Montag in Kalifornien den Behörden gestellt, um die weitere Haft anzutreten.

Die örtliche Polizei in dem dünn besiedelten, ländlichen Bezirk Harney County hat Hilfe von Beamten aus anderen Teilen Oregons und von der Bundespolizei FBI angefordert. Sie wollten in der kleinen Gemeinde wieder "Ruhe herstellen" und für einen geregelten Ablauf sorgen, erklärte Sheriff David Ward. Die Polizei hatte die Bevölkerung aufgerufen, sich von den besetzten Gebäuden fernzuhalten. 

dpa

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