Haftbefehl

Frau bei Hochzeitsfeier erschossen - 22-Jähriger wird gesucht

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Das Areal vor der Event-Halle, in der die Hochzeitsfeier stattfand, am Tag danach.

Hannover - In Hannover schießt ein Gast bei einer Hochzeitsparty auf eine junge Frau. Die 21-Jährige stirbt noch in der Nacht an ihren Verletzungen. Über die Hintergründe der Tat gibt es bisher nur Spekulationen.

Mitten auf einer Hochzeitsparty mit rund 300 Gästen ist in Hannover eine 21 Jahre alte Frau erschossen worden. Gegen einen noch flüchtigen 22 Jahre alten Tatverdächtigen wurde am Montag Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Nach den bisherigen Ermittlungen soll der Mann laut Polizei am Sonntagabend gezielt auf die junge Frau, die noch in der Nacht im Krankenhaus starb, geschossen haben.

Die Hintergründe des Verbrechens waren noch unklar. „Das ist alles hochspekulativ“, sagt Polizeisprecher André Puiu. „Es handelte sich um eine kurdische Hochzeit. Eventuell könnte der kulturelle Hintergrund eine Rolle spielen.“

In welcher Beziehung er zu der jungen Frau stand, wollten die Ermittler nicht sagen. Derzeit liefen umfangreiche Fahndungsmaßnahmen, um den Verdächtigen, der auch zu den Gästen gehört haben soll, zu fassen. Am Montag war die Tatwaffe in den Räumen der Feier, einem Veranstaltungszentrum im Stadtteil Vahrenheide, gefunden worden.

Nach den Schüssen brach eine Prügelei aus

Nach den Schüssen auf die 21-Jährige war es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einigen Männern gekommen. Nach Angaben der Feuerwehr wurden dabei fünf Menschen verletzt, einige von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Ob die Schlägerei mit der tödlichen Attacke zu tun hatte, wollte die Polizei zunächst nicht sagen.

Als die Schüsse fielen, waren noch etwa 300 Gäste auf der Feier, viele verließen dann fluchtartig den Tatort. Nach Vernehmungen geriet dann der 22-Jährige als Tatverdächtiger in den Fokus.

Direkt nach der Tat in der Nacht sperrte die Polizei das Gebiet rund um die Veranstaltungshalle in einem Industriegebiet großräumig ab. Von allen Hochzeitsgästen wurden die Personalien aufgenommen. Bis zum frühen Montagmorgen waren Beamte der Spurensicherung damit beschäftigt gewesen, Beweise zu sichern.

dpa

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