Schneestürme und Dürre

Extremwetter sorgt für Chaos in den USA

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Ein zerstörtes Haus nach einem Tornado in Texas.

Texas/Kalifornien - Schwere Unwetter haben die USA weiter im Griff. Nach Tornados und anderen Stürmen sagten die Wetterbehörden nun Eisregen und starken Schneefall voraus. In Kalifornien hingegen droht eine Rekorddürre. 

Mehr als 2000 Flüge wurden am Montag wegen schwerer Stürme gestrichen. Die Zahl der Unwettertoten seit dem Wochenende stieg unterdessen auf 44: Die Behörden im Bundesstaat Georgia bestätigten laut Medienberichten den Tod eines Mannes, dessen Auto von ansteigendem Wasser mitgerissen wurde.

Für mehr als 20 der 50 US-Bundesstaaten galt am Montag eine Unwetterwarnung wegen eines Sturms, der sich von Texas im Süden bis nach Maine im Nordosten ausdehnte. Laut dem nationalen Wetterdienst musste am nördlichen Zipfel des Sturms mit bis zu 30 Zentimeter Neuschnee gerechnet werden, während im Süden Eisregen und Gewitter erwartet wurden. Auch mit weiteren Tornados müsse im Süden gerechnet werden, hieß es.

Tornados, die normalerweise im Frühjahr in der Region wüten, hatten in Texas bereits am Samstag mindestens elf Menschen in den Tod gerissen. In Texas wurde auch mit Schnee gerechnet, nachdem dort am Samstag noch 28 Grad Celsius gemessen wurden.

Unwetter sorgen für Chaos im Flugverkehr

Nach Angaben der Webseite FlightAware wurden in den Unwettergebieten am Montag mehr als 2100 Flüge gestrichen. 3700 weitere Flüge verspäteten sich demnach. Bereits am Sonntag waren tausende Flüge abgesagt worden oder hatten sich verspätet, insbesondere in Texas. Am Montag war vor allem der Flughafen von Chicago betroffen, eines der wichtigsten Drehkreuze des Landes. 1200 Flüge fielen dort laut FlightAware aufgrund von Eisregen und Sturm am Montag aus.

Es wurde damit gerechnet, dass durch die Stürme weitere Bäume entwurzelt und Stromleitungen umgerissen würden. In mehreren Bundesstaaten sorgte der Sturm bereits für Regen, Schnee und Überschwemmungen. In manchen Gegenden von New Mexico im Südwesten der USA lag mehr als ein Meter hoch Schnee. In Missouri gab es schwere Überschwemmungen.

Einen Wintereinbruch erlebte auch Nordmexiko. 32 Städte in dem an Texas und New Mexico angrenzenden Bundesstaat Chihuahua lagen durch den Schneefall vom Wochenende unter einer weißen Schicht, teilweise bis zu 30 Zentimeter hoch. "Das ist der heftigste Schneefall seit 55 Jahren", sagte der Leiter der Zivilschutzbehörde in Ciudad Juárez, Efren Matamoros. Der Flughafen der Grenzstadt nahm nach seiner Schließung am Wochenende wieder seinen Betrieb auf.

Rekorddürre bedroht fast 60 Millionen Bäume in Kalifornien

Die Rekorddürre in Kalifornien bedroht einer neuen Studie zufolge fast 60 Millionen große Bäume in dem US-Staat. Selbst wenn das Wetterphänomen El Nino zumindest vorübergehend für mehr Niederschläge sorgen sollte, könnten die kalifornischen Wälder irreparablen Schaden erleiden, heißt es in dem am Montag in der Fachzeitschrift Proceedings der National Academy of Sciences veröffentlichten Bericht.

Den Forschern zufolge sind 10,6 Millionen Hektar Wald mit bis zu 888 Millionen großen Bäumen von der seit 2011 herrschenden Dürre betroffen. Davon haben 58 Millionen Bäume so wenig Wasser bekommen, dass es als höchst bedrohlich für ihr Überleben eingestuft wird. Neben der Trockenheit werden die Bäume durch die hohen Temperaturen und Befall durch Borkenkäfer geschwächt.

"Kalifornien braucht seine Wälder - für den Wasserhaushalt, die CO2-Speicherung, für Holzprodukte, als Erholungsgebiete und Touristenattraktionen", schrieb der Umweltexperte Greg Asner. "Sie sind ökonomisch, ökologisch und kulturell höchst bedeutsam." Die Dürre sei eine große Gefahr für die Wälder und könne das gesamte Ökosystem beeinträchtigen.

AFP

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