DBK-Vorsitzender

Pfingstpredigt von Kardinal Marx: Aufeinander zugehen

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Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx.

München - In seiner Pfingstpredigt hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, die Gläubigen aufgerufen, eigene Identitätsfragen zu überwinden und auf andere zuzugehen.

Das Pfingstwunder sei auch ein „Wunder der Kommunikation“ gewesen, sagte er nach Mitteilung des Ordinariats: „Die scheinbar unüberwindliche Trennung von Juden und Heiden wird durchbrochen auf alle Menschen, alle Völker, alle Sprachen und alle Kulturen hin.“

Gegenwärtig zeichne sich jedoch die Tendenz ab, „neue Mauern aufzubauen, sich einzuschließen und sogenannte Leitkulturen gesetzlich festzulegen“. Das lasse auf vielerlei Ängste und Unsicherheiten schließen, die durch simples Schwarzweiß-Denken noch befördert würden, meinte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.

In einem Beitrag für die Mediengruppe „Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung“ (Samstag) hatte der Erzbischof von München und Freising zuvor erklärt, die Pfingstbotschaft habe auch eine politische Dimension: „Wenn wir in Europa und in der Welt nicht zu einem solidarischen Miteinander finden, kann die Vielfalt wie beim Turmbau zu Babel wieder zu Abgrenzung und neuer Feindschaft führen.“ Pfingsten zeige, dass Verschiedenheit nicht das Verstehen behindern müsse.

dpa

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