Aus vier Spuren werden nur noch zwei

Peinliche Panne bei Brückenbau in Rheinland-Pfalz

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Optisch wirkt die Engstelle so schmal, dass der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz riskante Ausweichmanöver von LKW-Fahrern befürchtet.

Niederahr - Es ist wie verhext: Brücke und Straße wollten einfach nicht zusammenpassen. Die Brückenpfeiler stehen so eng beieinander, dass nur noch zwei statt vier Fahrspuren darunter passen.

Das teilte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz mit. Zuvor hatte die „Rhein-Zeitung“ (Freitagausgabe vom 30.10.2016) darüber berichtet. Demnach kann die neue Bundesstraße 255 bei Niederahr im Westerwald nach jetzigem Stand erst hinter der Bahnbrücke vierspurig freigegeben werden.

„Wir prüfen aber derzeit noch, ob eine Verbesserung der Situation erreichbar ist“, sagte eine LBM-Sprecherin der dpa mit Blick auf die geplante Fertigstellung der Umgehungsstraße in mehreren Wochen. „Es könnte sein, dass es doch noch Platz für jeweils zwei Einzelspuren gibt.“ Dabei schloss sie auch ein Tempolimit nicht aus.

Zwar ist unter der Bahnbrücke die Fahrbahn mit je 8 Metern in beide Richtungen eigentlich breit genug für insgesamt vier Spuren. Die Brückenpfeiler verbreitern sich aber nach oben. Zudem neigt sich die B 255 hier in einer Kurve. Laut LBM fielen diese Probleme erst nach dem fortgeschrittenen Bau der Umgehungsstraße auf. Die Straße kostet 50 Millionen Euro. Zu befürchten seien gefährliche Ausweichmanöver von Lastwagen- und Busfahrern beim Anblick der Engstellen, hieß es.

dpa

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