Herzerweichende Szene in NRW

Mutter überfahren - Polizei rettet Dachs-Baby

+
Das Dachsjunge wurde zu einer Tierärztin gebracht.

Bad Berleburg - Einen ungewöhnlichen Wildunfall hatte ein 24-jähriger Autofahrer am Montag in Nordrhein-Westfalen. Ihm lief eine Dachsmutter vors Auto. Der Nachwuchs saß jammernd neben der toten Mutter.

Wie die Polizei Siegen-Wittgenstein berichtet, meldete sich am frühen Montagmorgen ein 24-jähriger Autofahrer bei der Polizeiwache in Bad Berleburg (Kreis Siegen-Wittgenstein) in Nordrhein-Westfalen. Er berichtete, er habe einen Wildunfall gehabt. Auf einer Landstraße sei ihm eine junge Dachsmutter plötzlich vor sein Auto gelaufen. Die Mutter sei dabei gestorben - ihr kleines Dachsbaby säße nun jedoch jämmerlich quiekend neben der toten Mutter.

Als die beiden Polizeikommissare am Unfallort eintrafen, hörten sie schon im Streifenwagen das Jammern des Dachsbabys. Nicht größer als zwei Hände voll lag es zitternd neben seiner totgefahrenen Mutter.

Das Dachsjunge wurde zu einer Tierärztin gebracht.

Der Anblick ließ auch die Polizisten nicht kalt: Nach Rücksprache mit einer Tierärztin wurde das Tierchen sanft in eine Papiertüte gesetzt und vorsichtig im warmen Fußraum des Streifenwagens zur Ärztin gefahren. Mittlerweile quiekte der Kleine auch nicht mehr und atmete schon ruhiger. Vielleicht war es ihm auf dem kalten Wittgensteiner Boden bei 1 Grad Plus und Nieselregen auch zusätzlich zu kalt geworden. Die Tierärztin begutachtete den Kleinen und kam zu dem Schluss, dieser sei wirklich noch sehr, sehr jung, möglicherweise war es sogar der erste Ausflug mit seiner Mutter. 

Die Ärztin hofft, den Kleinen wieder aufpäppeln zu können - und wir drücken ihr und dem Dachs-Winzling alle Daumen, dass dies auch klappt, sodass aus dem Findling irgendwann einmal ein tüchtiger "Meister Grimbart" werden möge.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare