Entscheidung ist gefallen

Silikonbrüste im Polizeidienst? So hat das Gericht entschieden

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Polizeibeamtin mit Dienstwaffe am Gürtel. Laut Polizeiverordnung sind Frauen mit Implantaten in der Brust wegen erhöhter Verletzungsgefahr nicht geeignet für den Polizeidienst.

Eine Frau aus Dortmund sollte nicht Polizistin werden dürfen, weil sie Brustimplantate aus Silikon hat. Das sei ein zu großes Verletzungsrisiko bei robusten Einsätzen, sagte der Polizeiarzt. Ein Verwaltungsgericht hat nun entschieden.

Eine 32 Jahre alte Dortmunderin darf wegen ihrer Silikonbrüste nicht von der Bewerbung für den Polizeidienst ausgeschlossen werden. Das hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen festgestellt.

Gerichts-Entscheidung: Silikonbrüste im Polizeidienst kein Einstellungskriterium

Die Richter gaben der Krankenschwester Recht, die im Frühjahr 2014 aus medizinischen Gründen bei der Polizei abgelehnt wurde. Die Frau hatte sich gegen die Entscheidung des Polizeiarztes zur Wehr gesetzt.

Das Gericht berief sich auf ein eigens für den Fall in Auftrag gegebenes Gutachten der Uniklinik Bonn. Danach besteht ein gewisses Risiko eines Risses oder einer schmerzhaften Umkapselung (Fibrose). Es liege aber unter 20 Prozent.

Laut der bundesweit geltenden Polizeiverordnung sind Frauen mit Brustimplantaten wegen erhöhter Verletzungsgefahr nicht geeignet für den Polizeidienst. Die Berufung ist zugelassen.

dpa

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