Baby Audrey

Millionen Menschen rührt die Geschichte hinter diesem Foto

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Ein kraftvolles Bild: Baby Audrey und die Motorrad-Kleidung ihres verstorbenen Vaters.

München - Das Foto von einem Baby, das im Schlaf lächelt, geht um die Welt. Die Geschichte, die dahinter steckt, rührt Hunderttausende Menschen. Wir erzählen sie.

"Ich bekam Tränen in den Augen... So schön und doch so herzzerreißend". Das ist ein typischer Kommentar unter einem Bild, das Kim Stone auf ihrem Facebook-Profil postete - ein Kommentar von knapp 14.500. Mehr als 80.000 Mal wurde das Foto auf dem sozialen Netzwerk geteilt, fast 360.000 Menschen haben darauf reagiert. Dabei ist die Zahl der Herzen und die der traurigen Smileys etwa die gleiche. Und das liegt an der Geschichte, die zu diesem Bild gehört.

Darauf lächelt Baby Audrey, während sie tief und fest schläft. Auffällig ist der Motorradhelm hinter ihr, sowie die beiden Motorradhandschuhe. Einer dient ihr als Kopfkissen, der andere ruht auf ihrem kleinen Körper wie eine zweite Decke. Das Neugeborene fühlt sich sichtlich geborgen und wohl mit den Kleidungsstücken, die eindeutig nicht ihr gehören.

Sie gehören ihrem Vater, Hector Daniel Ferrer Alvarez. Genauer gesagt gehörten sie ihm, denn Alvarez starb im April, ein Monat vor der Geburt seiner Tochter. Er wurde in Florida erschossen. 

Seine Freundin Kathryn Williams brachte nach der Geburt der kleinen Audrey Alvarez' Biker-Sachen mit zu einer Foto-Session, die ihre Mutter, Audreys Oma, für sie gebucht hatte. Als Symbol für den verstorbenen Vater wollte sie unbedingt, dass Helm und Handschuhe des Motorrad-Fans mit aufs Bild des Babys kommen. "Das Kind begann zu lächeln, als ich es auf die Handschuhe ihres Vaters legte. Ich hatte nicht einmal Zeit, Licht zu setzen", erzählte die Fotografin Kim Stone der britischen Ausgabe der Huffington Post

Stone stellte den Schnappschuss auf ihr Facebook-Profil mit folgendem Kommentar: "Ihr Vater liebte sein Motorrad. Er trug immer seine Schutzkleidung, um sicher zu gehen, dass ihm nichts passieren kann. Das konnte er als werdender Vater nicht riskieren. Doch er wird sein kleines Mädchen niemals in den Händen halten. Jemand, den er für einen Freund hielt, nahm ihm sein Leben. Man sagt, dass Engel mit Babys reden, wenn diese im Schlaf lächeln. Vielleicht stimmt das ja..."

Am 14. Juni hatte der Post fast 17 Millionen Menschen auf Facebook erreicht. 

Inzwischen wurde ein Online-Spendenaufruf gestartet, um die allein erziehende Witwe zu unterstützen. Mehr als das und die vielen Likes freut die Fotografin, dass sie der Trauernden ein kraftvolles Bild schenken konnte, das sie immer an den verstorbenen Vater ihres Kindes erinnern wird. Audreys Mutter bedankte sich dafür und schrieb der Fotografin: "In ein paar Wochen mache ich einen Screenshot deiner Seite und drucke ihn für meine Tochter aus. Dann kann sie sehen, dass die Welt für sie, ihre Mutter und ihren Vater gebetet und geweint hat. Ihr Vater hat die Welt bewegt - selbst nach seinem Tod - und das hätte er sich gewünscht."

hn

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