Medien: Notfallplan des Flughafens Köln/Bonn war öffentlich

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Polizisten patrouillieren am Flughafen Köln/Bonn. Der Notfallplan des Flughafens soll im Internet monatelang öffentlich zugänglich gewesen sein. Foto: Henning Kaiser

Köln (dpa) - Der Notfallplan des Köln/Bonner Flughafens für Bedrohungslagen war ZDF-Recherchen zufolge monatelang im Internet öffentlich zugänglich.

Der als vertraulich und nur für den Dienstgebrauch eingestufte Plan enthalte auch detaillierte Anweisungen zum Umgang mit Terroranschlägen, Bombendrohungen oder Geiselnahmen, berichtete der Sender. Das mehr als 230 Seiten umfassende Dokument habe seit November 2015 auf der Webseite des Flughafens gestanden und sei erst heute nach den ZDF-Recherchen aus dem Internet entfernt worden.

Ein Flughafensprecher erklärte, es sei nur ein Auszug aus dem Notfallplan öffentlich geworden, der lediglich allgemeine Informationen beinhalte, aber "keine detaillierten Prozesse oder sensiblen Informationen zu Maßnahmen im Notfall". So seien etwa die darin aufgeführten Telefonnummern öffentlich. Der detaillierte Notfallplan sei nur einem sehr kleinen Personenkreis zugänglich. "Der Flughafen bedauert, dass der Auszug aus dem Notfallplan öffentlich zugänglich war und wird alle wesentlichen Fragen mit Hochdruck klären", heißt es in der Erklärung weiter.

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