Gewalt nimmt in dem Viertel zu

Mann stirbt auf Berliner Partymeile - Mord?

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Straßenecke Revaler Straße/Warschauer Straße in Berlin-Friedrichshain. Das angrenzende RAW-Gelände gilt als beliebte Partymeile. Foto: Rainer Jensen

Berlin - In einem beliebten Berliner Ausgehviertel stirbt ein Mann vor einem Imbiss. Er ist offenbar getötet worden - mehr ist zunächst nicht bekannt. In der Gegend nehmen Gewalt und Kriminalität seit längerem stark zu.

In der Nähe einer beliebten Berliner Ausgehmeile ist ein Mann offensichtlich angegriffen und tödlich verletzt worden. Der Unbekannte sei in der Nacht zum Samstag unweit eines Imbisses in Berlin-Friedrichshain zusammengebrochen und gestorben, teilte die Polizei mit. Die Art seiner Verletzungen am Oberkörper deute darauf hin, dass er Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sei. Von möglichen Tätern fehlte zunächst jede Spur.

Die Polizei bat um Mithilfe von Zeugen. Die ermittelnde Mordkommission erhoffe sich Informationen von den vielen Menschen, die in der Nacht zum Samstag in der Nähe des RAW-Geländes unterwegs waren, sagte ein Sprecher. Erste Hinweise seien eingegangen. Eine Obduktion wurde am Samstag durchgeführt, aus ermittlungstaktischen Gründen gab die Polizei die Ergebnisse allerdings nicht bekannt. Nach erstem Augenschein handle es sich bei dem Opfer um einen jüngeren Mann, sagte der Sprecher. Seine Identität war noch unklar.

Auf der Partymeile mit mehreren Clubs sind in den vergangenen zwei Jahren die Zahlen der Gewalt-, Drogen- und Eigentumsdelikte deutlich gestiegen. Im vergangenen August griffen zwei Männer die Frontfrau der Rock-Gruppe Jennifer Rostock an. Einer der beiden verletzte den Begleiter der Sängerin mit einem Messer am Hals. Im Oktober wurde unweit des früheren Reichsbahn-Ausbesserungswerks ein Mann mit einer schweren Schnittwunde gefunden.

dpa

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