Hunderttausende Syrer protestieren wieder

+
Wieder Protestieren Syrer gegen Präsident Assad

Beirut - Die Unruhen in Syrien gehen weiter: Hunderttausende Menschen in Syrien haben am Freitag wieder gegen die Herrschaft von Präsident Baschar Assad protestiert.

Hunderttausende Menschen in Syrien haben am Freitag wieder gegen die Herrschaft von Präsident Baschar Assad protestiert. Die Demonstrationen im ganzen Land gehörten zu den größten seit Beginn der Proteste vor mehr als drei Monaten. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden mindestens sechs Menschen bei Zusammenstößen und Kämpfen getötet. Riesige Menschenmassen strömten nach den Freitagsgebeten in der Hauptstadt Damaskus und anderen Städten auf die Straßen, wie der Menschenrechtler Mustafa Ossa sagte. Omar Idilbi von den Lokalen Koordinationsauschüssen, die die Proteste dokumentieren, erklärte, an einer der größten Protestaktionen in der Stadt Hama hätten sich etwa 200.000 Menschen beteiligt. In der Stadt Homs hätten Sicherheitskräfte mindestens drei Menschen erschossen.

Drei weitere Menschen wurden während eines Militäreinsatzes zur Eindämmung des Flüchtlingsstroms in die Türkei getötet, wie ein anderer Menschenrechtsaktivist mitteilte, der in London ansässige Rami Abdul-Rahman. Mehr als 10.000 Syrer haben bereits in Flüchtlingslagern in der Türkei Zuflucht vor dem Kämpfen gesucht.

"Baschar raus"

Die Angaben konnten nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden, da Syrien die Arbeit der Medien eingeschränkt und die meisten ausländischen Journalisten ausgewiesen hat. Die Lokalen Koordinationsausschüsse veröffentlichten auf ihrer Facebook-Seite ein Video von den Protesten in Damaskus. Darin waren Dutzende Menschen zu sehen, die vor eine Moschee im Zentrum zogen und skandierten: “Baschar raus, Syrien ist frei“.

"arabische Frühling": In diesen Ländern wird rebelliert

Der „arabische Frühling“: In diesen Ländern wird rebelliert

Seit Beginn der Proteste Mitte März wurden laut Menschenrechtlern bereits mehr als 1.400 Menschen getötet. Die syrische Regierung bestreitet diese Angaben und macht bewaffnete Banden und ausländische Verschwörer für die Unruhen verantwortlich.

dapd

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare