Fünf ernsthafte Zwischenfälle

Horror-Clowns nutzen Halloween-Nacht für Angriffe

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Friedliches Gruseln: Drei Freunde sind in Hamburg am Halloween-Abend auf der Jagd nach Süßigkeiten. Foto: Christian Charisius

Halloween verlief zwar ruhiger, als es nach der Hysterie um die Übergriffe von Maskierten in den vergangenen Wochen zu erwarten war. Doch in einigen Fällen schlugen die Horror-Clowns zu

Berlin (dpa) - In der Halloween-Nacht sind laut Polizei nur wenige Horror-Clowns auf deutschen Straßen unterwegs gewesen. Dennoch gab es ernsthafte Zwischenfälle: In München attackierte ein Horror-Clown einen 20-Jährigen mit einem Messer.

Der Unbekannte sprang aus dem Gebüsch eines Parks und ging der Polizei zufolge auf eine Gruppe von vier Personen los. Er fügte einem Mann eine Schnittverletzung über dem Auge zu. Zunächst fehlte von dem Täter jede Spur.

Im nordhessischen Bebra sprang ein 24-Jähriger mit einer Clownmaske vor ein Auto und hielt den Fahrer und die beiden Mitfahrer am späten Montagabend auf, wie die Polizei mitteilte. Letztlich holte der Maskierte aus seinem Wagen eine Axt und schwang sie über den Köpfen der drei Männer. Dann fuhr er davon, konnte jedoch kurze Zeit später von der Polizei aufgehalten werden. Den Beamten sagte der Horror-Clown laut Mitteilung, er habe nur einen Spaß machen wollen.

Bewaffnet mit einer Deospraydose und einem Feuerzeug ging ein Horror-Clown im bayerischen Altötting einen Mann und vier Kinder an. Die Gruselgestalt entzündete das Gas und ging mit der Flamme auf die Gruppe zu, wie die Polizei mitteilte. Der Vater stellte sich schützend vor seinen Sohn und die drei Nachbarskinder, schließlich konnte er dem Clown die Spraydose aus der Hand treten.

In Brandenburg erschreckten in der Nacht zum Dienstag drei mit Clownmasken maskierte Menschen Spaziergänger. In Hessen und Rheinland-Pfalz oder auch Schleswig-Holstein fehlte von Horror-Clowns dagegen vielerorts jede Spur. "Unsere Präventionsarbeit hat offenbar gefruchtet", sagte ein Polizeisprecher aus Kassel. Dort habe man der Bevölkerung geraten, ohne Horror-Clown-Kostüm feiern zu gehen.

In Essen wurde ein 16-Jähriger im Streit mit zwei Männern leicht verletzt. Einer der Männer war wie ein Clown geschminkt. Von einem Zusammenhang mit den sogenannten Horror-Clowns ging die Polizei aber nicht aus.

Verkleidete mit Clownmasken hatten in den vergangenen Wochen immer wieder Menschen auf der Straße erschreckt und auch angegriffen.

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