Zufallsfund Kepler 11145123

Göttinger Forscher finden rundesten Stern des Weltalls

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Das Handout der Max-Planck-Gesellschaft zeigt eine Grafik des Sterns Kepler (l.) 11145123 und der Sonne. Foto: Mark A. Garlick/Max-Planck-Gesellschaft

Göttingen (dpa) - Astronomen haben das rundeste bisher vermessene natürliche Objekt des Alls entdeckt. Es handele sich um einen langsam rotierenden Stern mit Namen Kepler 11145123, sagte eine Sprecherin des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen.

Der Stern sei mehr als 5000 Lichtjahre (47 000 000 Milliarden Kilometer) von der Erde entfernt. Er ist mit einem durchschnittlichen Radius von 1,5 Millionen Kilometern gut zweimal so groß wie unsere Sonne. Dabei weicht der Radius, der von den Polen zum Mittelpunkt gemessen wurde, nur um 1,5 Kilometer vom Äquator-Radius ab.

Angesichts des riesigen Durchmessers des Sterns von drei Millionen Kilometern sei diese Abweichung erstaunlich klein. "Den bisher rundesten bekannten Stern zu entdecken, war ein Zufallsfund", sagte Erstautor Laurent Gizon vom MPS. Die Untersuchung wurde in der Fachzeitschrift "Science Advances" veröffentlicht.

Sterne sind nach Angaben der Göttinger Forscher keine perfekten Kugeln. Ihre Form werde von mehreren Faktoren beeinflusst, unter anderem von der Zentrifugalkraft: Je schneller ein Stern rotiert, desto flacher wird er. Bei unserer Sonne, die sich dreimal schneller um die eigene Achse dreht als Kepler 11145123, ist der Radius am Äquator 10 Kilometer länger als am Pol. Bei der wesentlich kleineren Erde beträgt der Unterschied 21 Kilometer. Für ihre Untersuchung haben die Göttinger Wissenschaftler Beobachtungen und Messungen des Weltraumteleskops "Kepler" der amerikanischen Weltraumagentur Nasa ausgewertet.

Mitteilung mit Grafik

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