Passagiere als Hebammen

Geburt über den Wolken: Flugzeug wird zum Kreißsaal

Manila - Süße "Luftpost": Ganz besonders eilig hatte es ein Baby, auf die Welt zu kommen - dabei befand sich die Mutter gerade mehrere Kilometer über der Welt. 

Wegen einer ungeplanten Geburt an Bord hat eine Passagiermaschine auf dem Weg von den Vereinigten Arabischen Emiraten auf die Philippinen eine Notlandung in Indien einlegen müssen. Die Maschine der Gesellschaft Cebu Pacific Air war mitten im Flug nach Manila, als bei einer schwangeren Philippina zwei Monate früher als vorgesehen die Wehen einsetzten, wie eine andere Passagierin auf Facebook berichtete.

Der Besatzung gelang es mit Hilfe von zwei zufällig mitfliegenden Krankenschwestern, den vorderen Teil der Passagierkabine in einen Behelfs-Kreißsaal zu verwandeln und das Baby - ein Mädchen - auf die Welt zu holen, berichtete Missy Berberabe Umandal: "Wir hörten einen halblauten Schrei, dann eine Reihe kleinerer, niedlicherer Schreie, und da wussten wir, dass es geklappt hat". Die provisorischen Geburtshelfer reinigten das Neugeborene mit Mineralwasser, Passagiere mit Kleinkindern stifteten Klamotten.

Aus dem Neun-Stunden-Flug wurde aufgrund des Vorfalls ein 18-Stunden-Flug, dennoch beschwerte sich niemand. Nach der Notlandung im indischen Hyderabad wurden Mutter und Tochter zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus der Stadt gebracht. Beide seien wohlauf, sagte ein Vertreter des Flughafen-Sicherheitsdienstes. 

Das Baby wird die indische Staatsbürgerschaft erhalten - und einen philippinischen Pass. Die Zeugin schrieb auf Facebook, sie glaube gehört zu haben, dass das Kind den Namen "Haven" oder "Heaven" bekommen soll - "sicherer Hafen" also, beziehungsweise "Himmel". 

afp/hn

Rubriklistenbild: © facebook.com/missyinthecityyy

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