Bodensee ist der "Lebendige See des Jahres 2016"

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Deutschlands größter See wird durch die zahlreichen Touristen erheblich belastet. Doch die internationale Zusammenarbeit zu seinem Schutz ist erfolgreich. Foto: Patrick Seeger/Archiv

Radolfzell (dpa) - Der Bodensee ist der "Lebendige See des Jahres 2016". Vergeben wird der Titel jedes Jahr anlässlich des Weltwassertags am 22. März von der Umweltschutzorganisation Global Nature Fund (GNF) aus Radolfzell am Bodensee.

Mit der Wahl des Sees solle auf seine ökologische Bedeutung und die erfolgreiche internationale Zusammenarbeit zu seinem Schutz hingewiesen werden, teilte die Organisation mit.

Der Bodenseeraum entwickle sich konsequent zu einer nachhaltigen Modellregion, hieß es weiter bei der GNF. Grund sei unter anderem die wachsende Anzahl an Initiativen für umweltverträglichen Tourismus und ökologische Landwirtschaft. Das sei allerdings nicht immer so gewesen: "Bis in die 80er Jahre war der See durch die dauerhafte Nährstoffanreicherung als "stark verschmutztes" Gewässer klassifiziert, mit stinkenden Algenrasen im Sommer." Daraufhin seien mehr als 3,5 Milliarden Euro in den Bau von Kläranlagen investiert worden, so dass sich die Wasserqualität deutlich verbessert hat.

Deutschlands größter See stehe aber vor weiteren Herausforderungen: So werde das Gewässer etwa durch die zahlreichen Touristen erheblich belastet. Auch die Folgen des Klimawandels seien am und im Bodensee bereits spürbar. "Sie werden zukünftig nicht ohne Auswirkung auf die Wasserqualität und die vielseitige Nutzung bleiben", heiß es.

GNF zum Bodensee

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