News-Ticker zum Nachlesen

Autobombe in Berlin: Täter suchten wohl Öffentlichkeit

Berlin - In Berlin ist am Dienstag ein Autofahrer ums Leben gekommen. Sein Wagen war während der Fahrt explodiert. Der Grund: ein unter dem Wagen befestigter Sprengsatz. Alle Infos im News-Ticker.

  • Am Dienstag gegen 8 Uhr ist in Berlin-Charlottenburg ein Auto während der Fahrt explodiert. Auslöser war ein Sprengsatz.
  • Bei dem Toten handelt es sich um einen 43 Jahre alten polizeibekannten Mann. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Tötungsdelikt aus.
  • Die Polizei vermutet, dass die Tat auf organisierte Kriminalität zurückzuführen ist. 

+++AKTUALISIEREN+++

Nach Mordanschlag mit Autobombe haben die Vernehmungen begonnen

+++ Nach dem Mordanschlag mit einer Autobombe in Berlin haben die Ermittler mit Vernehmungen begonnen. Menschen aus dem Umfeld des Opfers und Zeugen des Vorfalls werden jetzt befragt, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Mittwoch sagte. Ein 43-jähriger polizeibekannter Mann war am Dienstagmorgen während einer Autofahrt in Charlottenburg bei einer Explosion getötet worden. Der Ermittlungsbehörde zufolge könnte es sich um einen Racheakt im Bereich der Organisierten Kriminalität handeln. Es könne aber auch der Falsche getroffen worden sein: Das Opfer war nicht der Halter des Wagens.

+++ Nach Ansicht eines Polizeigewerkschafters haben die Täter bei dem Anschlag bewusst die Öffentlichkeit gesucht. „Sie wollten damit ein Zeichen setzen“, sagte Norbert Cioma, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft der Polizei (GdP), am Mittwoch im RBB. Die Ermittler prüften und befragten nun das Umfeld des Opfers. Er sei sich sicher, dass es dabei Hinweise auf die dahinter stehende Gruppe geben werde.

Hinter der Autobombe könnten Großfamilien stecken, Rocker oder die Russenmafia, sagte der Hauptkommissar beim Landeskriminalamt. Verstrickungen dieser drei Gruppen in die Organisierte Kriminalität in Berlin sind bekannt. Bei der Explosion der Bombe war am Dienstag ein polizeibekannter 43-Jähriger auf der Bismarckstraße in Berlin-Charlottenburg getötet worden.

+++ Die Sperrungen auf der Bismarckstraße in Charlottenburg sind mittlerweile aufgehoben worden.

+++ Der 18 Jahre alte Schüler Yunus Özkan war ebenfalls in einem Auto vor Ort, als es zur Detonation kam. Plötzlich hörte er einen Knall und spürte eine Druckwelle von vorne. Dann habe er eine Rauchwolke gesehen. „Ich hoffe, sowas erlebe ich nicht noch einmal“, sagt er gegenüber der dpa, immer noch geschockt.

+++ Die Wohnungsdurchsuchung ist beendet. Laut Polizei wurden dort keine gefährlichen Gegenstände gefunden. Sie wurde nun zur Beweissicherung der Mordkommission übergeben.

+++ Die Ermittler nehmen sich nun die Wohnung des Opfers vor. Wie die Polizei Berlin twitterte, wollen die Beamten checken, ob sich dort weitere gefährliche Gegenstände befinden.

+++ Wie die B.Z.  berichtet, wurde gegen den Fahrer des Wagens im Jahr 2008 bereits wegen Drogendelikten, Glücksspiel und Falschgeld ermittelt. Offenbar wurde er wegen Kokainhandels vorbestraft. Ob sein Hintergrund mit dem Anschlag zu tun hat, ist aber weiter unklar, da der Wagen nicht auf ihn zugelassen war und der Mann eventuell nur zufällig zum Opfer wurde.

+++ Die Bismarckstraße war auch am Dienstagnachmittag noch gesperrt. Die Tatortarbeiten sind noch nicht abgeschlossen.

+++ Der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft sagt laut Bild: "Wir gehen davon aus, dass es ein Mordanschlag durch einen unter dem PKW befestigten Sprengstoff war."

+++ Galt der Anschlag gar nicht dem späteren Opfer? Wie die Bild  schreibt, soll das Auto nicht auf den Toten, sondern auf eine Frau zugelassen gewesen sein.

+++ Steht der Anschlag in Berlin mit Rocker-Kriminalität in Verbindung? Bei den Ermittlungen vor Ort soll am Vormittag Beobachtern zufolge der führende Berliner Staatsanwalt für Rocker-Prozesse anwesend gewesen sein.

Ermittler zur Explosion in Berlin: Ein Fall Organisierter Kriminalität

+++ Die Explosion des Autos und die Tötung des Fahrers ist für die Ermittler ein Fall Organisierter Kriminalität. Das sagte ein Polizeisprecher am Dienstag in Berlin. „Die Polizei ermittelt jetzt mit Hochdruck in alle Richtungen“, erklärte Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU). „Das umfasst explizit die Möglichkeit, dass es sich um eine Auseinandersetzung im Umfeld der Organisierten Kriminalität handelt.“

+++ Einen Hinweis auf einen terroristischen Hintergrund gebe es derzeit nicht, wie die Polizei mitteilt.

+++ Gegenüber dem Tagesspiegel  sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin: "Wir gehen von einem Tötungsdelikt aus."

+++ Die Identität des Toten ist geklärt. Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich um einen 43 Jahre alten Mann. Allerdings sei noch unklar, ob die Tat ihm gegolten hat. Wie die B.Z. berichtet, soll er wegen Drogen- und Gewaltdelikten polizeibekannt gewesen sein.

Auto explodiert während der Fahrt - Mann stirbt

+++ Mittlerweile ist klar: Der VW ist gegen 8 Uhr mitten im rollenden Berufsverkehr im Stadtteil Charlottenburg explodiert. Der Mann war mit seinem Wagen auf der Bismarckstraße Richtung Innenstadt unterwegs.

Polizei: Keine weiteren Sprengsätze am Auto

+++ Die Mordkommission hat nun die Ermittlungen übernommen. Die Spurensicherung am Unglücks-Auto läuft, auch ein Multicopter ist im Einsatz.

+++ Entwarnung: Von dem Fahrzeug geht keine weitere Gefahr aus, twittert die Polizei Berlin. Die Entschärfer sind mit ihrer Arbeit fertig.

+++ Wie die Polizei Berlin gerade twitterte, suchen Spezialisten das Fahrzeug auf weitere Sprengmittel ab, die Gegend um den Unglückswagen wurde geräumt. Anwohner werden gebeten, von ihren Balkonen zurückzutreten.

+++ Die Explosion eines Autos ist von einem Sprengsatz ausgelöst worden. Das teilte die Polizei mit. Die Hintergründe waren zunächst völlig unklar, die Polizei machte dazu keine Angaben.

Auto explodiert während der Fahrt in Berlin

Bei einer Explosion in seinem fahrenden Auto ist am Dienstagmorgen im Berliner Stadtteil Charlottenburg ein Autofahrer ums Leben gekommen. Wie ein Polizeisprecher sagte, explodierte etwas in oder an dem Wagen während der Fahrt in Richtung Innenstadt. Der Wagen fuhr den Angaben zufolge danach noch gegen ein parkendes Fahrzeug und soll sich auch überschlagen haben. Weitere Verletzte waren der Polizei nicht bekannt. Nach Informationen der Bild handelt es sich bei dem Toten um einen Mann.

Die Hintergründe waren zunächst völlig unklar. Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben in alle Richtungen. Ein Ohrenzeuge sagte gegenüber dem Boulevardblatt: "Man hat einen extrem lauten Knall gehört und eine Erschütterung gespürt. Sogar in einem Kilometer Entfernung.“

Kriminaltechniker und eine Mordkommission sollten den Fall vor Ort prüfen. Zahlreiche Einsatzkräfte sperrten die Gegend weiträumig ab.

mes/dpa

Rubriklistenbild: © AFP

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