Schwieriges Unterfangen

Pottwale im Wattenmeer sollen geborgen werden

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Die jungen Bullen verendeten rund zwei Kilometer vor dem Deich in Höhe Kaiser-Wilhelm-Koog.

Kaiser-Wilhelm-Koog - Todesfalle Nordsee: Auf dem Grund des Wattenmeeres vor Dithmarschen liegen acht qualvoll verendete Pottwale. Diese sollen nun geborgen werden.

Zwischen neun und zwölf Meter lang sind die jungen Bullen geworden, deren Bergung am Dienstag von Land aus starten soll. Gefunden wurden die Pottwale etwa zwei Kilometer vor dem Deich in der Nähe von Friedrichskoog.

Alle Tiere liegen dicht beieinander in der nicht zugänglichen Zone 1 des Nationalparks Wattenmeer. Erst vor drei Wochen waren insgesamt zwölf tote Pottwale im Wattenmeer tot entdeckt worden, drei davon in Schleswig-Holstein. Seit den 1990er Jahren strandeten nach Angaben des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz damit 82 Pottwale an der Wattenmeerküste Dänemarks, Deutschlands und der Niederlande. Ende Januar wurden zudem vier Exemplare an der Küste Ostenglands angeschwemmt.

Pottwale kommen nur gelegentlich in der Nordsee vor. Sie gehören zum sogenannten Azorenbestand. Dessen Männchen verbringen den Winter im Nordatlantik. Einzelne Tiere verirren sich in die Nordsee, die für sie zu flach und nahrungsarm ist. Experten gehen davon aus, dass sich die Wale mit ihrem akustischen Orientierungssinn in der Nordsee nur schlecht orientieren können. Geraten die tonnenschweren Tiere ins Flachwasser und bleiben auf dem Grund liegen, kann das Gewicht ihres Körpers ihre Blutgefäße und die Lunge erdrücken.

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